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höhe 200 cm erreicht. Umso trockener ist, im „Windschatten",
der Südostfuß des Jura, ein breiter Streifen
vom Genfersee bis über Schaffhausen und zum Bodensee
hinaus. Auf diesem tief liegenden Teil des Mittellandes
finden die Getreidefelder und Weinberge in der
geringen Regenmenge und der hohen Sonnenwärme gut
zusagende Bedingungen. Mit dem Ansteigen des Mittellandes
gegen die Voralpen nimmt auch die Regenmenge
zu. In der Mitte zwischen Jura und Alpen erreicht
sie etwa 100 cm, das ist mehr als die Regenhöhe im
größeren Teil Norddeutschlands und in der Poebene.
Die Alpen heben sich als Gebiet großer Niederschläge
von der Umgebung deutlich ab; am Säntis werden
250 cm gemessen. Die Täler der Aare, der Reuß, der
Linth und des Rheins sind dagegen nicht feuchter als
das Mittelland, weil ihnen die Berge den Regen entziehen.
Am regenärmsten sind die Talkessel des Wallis
und des untern Engadins (Sierre im mittlern Wallis
mit 57 cm). Dem Südhang der Alpen geben die starken
Föhnregen einen Überfluß an Wasser (Seite 29).
Schwankungen Die Zahlen für die Niederschlagsmenge sind Mittelwerte
jahrzehntelanger Messungen. Von einem Jahr znm andern erleidet
aber der Regen- und Schneefall große Schwankungen. In
feuchten Jahren steigt der Niederschlag fast auf das Dreifache der
trockenen Jahre an. Im mittleren Wallis ging die jährliche
Regenmenge schon auf 30 cm zurück; das ist nur wenig mehr
als der Durchschnitt in den Oasen Nordafrikas. So wird es verständlich,
daß der Walliser gleich dem Oasenbewohner für künstliche
Bewässerung seines Bodens besorgt sein muß.
Jahreszeitliche Regen fällt in der Schweiz, wenn auch ungleich
Bertettung verteilt, zu allen Jahreszeiten. Nordwärts der Alpen
ist der Frühsommer die feuchteste Zeit; das Wetter
ist dann noch unbeständig, häufig kühl und zum Reisen
nicht sonderlich geeignet. In der Südschweiz wiegen die
Herbstregen vor, die den Übergang zu den Winterregen
des Mittelmeergebietes darstellen.