Gewässer.
Die große Schnee- und Regenmenge der Schweiz
speist zahlreiche Bäche und Flüsse, die das ganze Land
mit einem stark verästelten System von Tälern durch
furchen. Zum größten Teil haben sie ihren Ursprung im
Innern der Alpen. Die Gotthardgruppe erscheint als
Ausgangspunkt der Gewässer; in ihrer Umgebung entstehen
einige der bedeutendsten Wasserläufe Mitteleuropas und
streben, nach allen Himmelsrichtungen auseinandergehend,
den tief liegenden Gebieten der Nachbarländer zu: Der
Rhein (und unter seinen Zuflüssen Aare und Neuß),
die Rhone und der Tessin, während die Quelle des
Inn weiter ostwärts in der Nähe des Maloja liegt.
Der Tessin ergießt sich in den Po, der Inn in die
Donau; so gehören die schweizerischen Gewässer zu den
vier Stromgebieten des Rheins, der Rhone, des Po
und der Donau. Das Einzugsgebiet des Rheins bean
sprucht fast 3 / 4 der gesamten Bodenfläche der Schweiz.
Die Rhone entwässert das Wallis und den südwestlichen
Teil des Mittellandes am Nordufer des Genfersees.
Die Südschweiz gehört zum Stromgebiet des Po, das
Engadin zu demjenigen der Donau.
Jeder Fluß führt bald mehr, bald weniger Was
ser, je nach der Jahreszeit und den augenblicklichen
Witterungsverhältnissen. Die Schwankungen des Wasser
standes sind im Oberlauf viel größer als in der Nähe
der Mündung; im Quellgebiet ist im allgemeinen auch
Ursprung
Stromgebiete
Schwankungen
des
Wasserstandes