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Menschen dienen, als einem natürlichen Zustand ent
sprechen. In neuester Zeit wird das natürliche Bild der
Bäche und Flüsse immer häufiger gestört durch die
Anlagen zur
Ausbeutung d e r W a s s e r k r ä f t e. Das große Ausbeulung
Gefälle der Flüsse in den Alpen, in den höher gelegenen b» Wasser-
Teilen des Mittellandes und in den Klüsen des Jura l “
erlaubt es, in zahlreichen Werken die Strömung des
Wassers auszunutzen. Entweder reihen sich die Fabriken
dem Flußufer entlang, um die Betriebskraft direkt dem
Wasserlauf zu entnehmen; oder es wird durch die
modernen Kraftwerke der elektrische Strom dahin geleitet,
wo man seiner für die Industrie, für den Eisenbahn
verkehr oder zu Beleuchtungszwecken bedarf. Außerdem
stehen noch heute wie in alter Zeit zahllose Mühlen
und Sägemühlen am Ufer eines Baches, dessen Kraft
ihren Betrieb unterhält.
Der Kraftvorrat unserer Gewässer ist um so höher
zu bewerten, als die Schweiz fast keine eigenen Kohlen
besitzt. Die Einfuhr von Kohle aus dem Ausland (vorab
aus Deutschland) macht einen Betrag von annähernd
100 Millionen Franken aus. Dieser alljährliche Tribut
war ein mächtiger Ansporn zur Ausnutzung der ein
heimischen Wasserkräfte durch Elektrizitätswerke; von den
Zentralen strahlen die Leitungsdrähte nach allen Richt
ungen aus und verteilen Kraft und Licht bis zu den
entlegensten Orten. Jedes neue Kraftwerk rückt das
Ziel um einen Schritt näher, von den ausländischen
Kohlengruben unabhängig zu werden, die bisher dem
Auslande entrichteten Summen dem eigenen Lande zu
erhalten. Ist die Schweiz auch reicher mit Wasser
kräften ausgestattet als manches andere Land, so wird
sie darin doch noch von Skandinavien übertreffen; selbst
Frankreich ist im Verhältnis zu seiner Volkszahl
günstiger gestellt. Von dem Kraftvorrat unseres Landes
sind gegenwärtig in Elektrizitätswerken ungefähr eine
halbe Million Pferdestärken verwertet. Es läßt sich