Full text: Die Schweiz

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tales. Ein Teil des Materials wird für Gipsornamente 
verwendet. Der jurassische Gips dient meist als Düngmittel. 
Zement Zement. Aus Kalk und Mergel gewinnt man 
durch das Brennen den als Baumaterial unentbehrlichen 
Hydrauliken Kalk und die Zemente. Zementfabriken 
stehen besonders an der Eisenbahnlinie Biel-Basel, wo 
ihnen in den Klüsen neben dem Rohmaterial auch die 
Wasserkraft zur Verfügung steht. 
Koinuff Kalktuff, als Absonderung kalkhaltigen Riesel 
wassers, kommt überall vor. Als trockener, leichter Bau 
stein wird er häufig gebraucht, nicht zum wenigsten 
wegen seiner Eigenschaft, die Wärme schlecht zu leiten. 
Asphalt Asphalt. Im Traverstal in der Umgebung 
des Dorfes Travers kommt ein mürber, asphalthaltiger 
Kalkstein vor, der in einigen Minen an der Areuse ab 
gebaut wird. Der Jahresertrag beläuft sich ans 
25 000 t. Der Asphalt dient zur Straßenpslästerung. 
Findlinge Findlinge. Die im Mittelland weit verbreiteten 
erratischen Blöcke oder Findlinge, von der Landbe 
völkerung auch „Geißberger" genannt, sind wegen ihrer 
Härte als Bausteine geschätzt. Ungezählte Stücke sind 
gesprengt und zum Bauen gebraucht worden. In ein 
zelnen Gegenden, wie z. B. iin Gebiet des eiszeitlichen 
Reußgletschers, bestehen die Häuser vorwiegend aus 
diesem erratischen Material. 
Sandstein Sandstein. Im Molasseland ist der Sand 
stein das am stärlsten verbreitete Baumaterial. Je nach 
der Art des Bindemittels, das die Quarzkorner ver 
kittet, konimt er in verschiedener Färbung und Härle 
vor. Mit einem tonigen Bindemittel ist der Sandstein 
mürbe, leicht zu bearbeiten, aber als Baustein wenig 
tauglich, da er rasch verwittert. Harte Sandsteine fin 
den Verwendung zu Fundamentmauern, Bodenplatten, 
Treppenstufen und Fensterrahmen. In der Bodensee 
gegend gilt ein an zertrümmerten Muschelschalen reicher 
Sandstein, der „Seelafse", als besonders wetterhart. 
In den städtischen Bauten des Mittellandes nimmt der
	        
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