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Weberei muß in einem feuchten Raum betrieben werden,
wo die Seide geschmeidig bleibt und beim Weben nicht
so leicht reißt; meist ist ein Keller der Arbeitsraum.
Die feuchten, ungeheizten und schlecht gelüfteten Webkeller
haben den schädlichsten Einfluß aus die Gesundheit der
Arbeiter.
Im Jahre 1912 wurde Seide (Fabrikate und Roh
seide) im Wert von 273 Mill. Fr. ausgeführt. An dieser
Zahl sind die Seidenstoffe des Zürcher Industriegebietes
am stärlsten beteiligt. Die Gesamteinfuhr, hauptsächlich
an Rohstoff, erreichte den Betrag von 177 Mill. Fr.
6. Ula|\ijirrenltan.
Anfänge Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts die ostschwei
zerische Baum Wollindustrie unter der englischen Konkurrenz
zum Fabrikbetrieb überging, erstellten Etablissemente in
Zürich, Winterthur und Rüti die Spinnmaschinen und
mechanischen Webstühle; später kamen die Stickmaschinen
hinzu. Aus diesen Anfängen im Dienste der einheimischen
Textilindustrie entstand der schweizerische Maschinenbau.
Heute liefert er Werke aller erdenklicher Konstruktionen und
Gebiet und für die verschiedensten Arbeitsgebiete. Mit dem Maschinen-
des ^ {, au besassen sich zahlreiche Orte des Mittellandes von
' 1,1 ' ' "Arbon bis Genf, und nordwärts des Jura, Schaffhausen
und Basel. Durch die Ausnutzung der Wasserkräfte
wurde diese Industrie mächtig angeregt und gefördert.
Die Zahl der Elektrizitätswerke an den Flußläufen wächst
von Jahr zu Jahr und bringt den Fabriken für elek
trische Anlagen überreiche und lohnende Arbeit. Dieser
Zweig des Maschinenbaus wird noch mehr an Bedeutung
gewinnen, da die Schweiz bestrebt sein muß, die noch
brach liegenden Wasserkräfte für die Industrie und für
den Betrieb der Eisenbahnen heranzuziehen, um von der
ausländischen Kohle unabhängig zu werden. Die durch
teure Fracht erhöhten Kohlenpreise bedeuteten in unserem
Lande einen mächtigen Antrieb zum Bau von Dynamos;