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Chinas Zolleinnahmen ans dem auswärtigen Handel:
28,15 Millionen Haikuan Taels.
Briefe setzen den Handel in Bewegung und begünstigen
ihn, und der Handel bringt wieder hohe Zolleinnahmen, die
weit wichtiger sind, als das Porto. Auch China selbst hat also
von diesen Portoherabsetzungen Vorteile. Die fremden Post
anstalten haben ihm bisher genützt und seine eigene neue
Reichspost, die schon 2541 Postanstalten (Ende 1907) zählt,
durch ihre vorbildliche Wirkung nur gefördert.
Aber wenn die Vereinsländer des chinesischen Weltpost
vereins schon bei diesen Handelsumsätzen eine Begünstigung
des Verkehrs durch das billige Inlandsporto für notwendig
hielten, wie in aller Welt dürfen sie da auf die Dauer in
Europa und anderweit den Verkehr mit andern noch viel
wichtigeren Handelsländern durch das viel teurere Weltporto
hemmen? Hein, auf die Dauer geht das nicht, zumal da die
Zolleinnahmen aus einem vermehrten Handel wichtiger und
grösser sind als die Portoeinnahmen.
Deutschlands Ein- und Ausfuhrwerte (in Millionen Mark)
betrugen 1907 für den Spezialhandel nach dem Statistischen
Jahrbuch für das Deutsche Reich (1908) im Verkehr mit:
Einfuhr
Ausfuhr
Ein- und
Ausfuh r
zusammen
China . . .
56,7
63,2
119,9
Kiautschau
0,3
3,4
3,7
Hongkong
0,1
5,0
5,1
Japan
29,4
102,4
131,8
Marokko
8,5
1,1
9,6
Grossbritannien
976,6
1060,4
2037,0
Russland in Europa
1047,2
420,4
1467,6
., „ Asien
G0,2
17,3
77,5
Finnland
22,7
62,7
85,4
Oesterreich-Ungarn
812,3
716,6
1528,9
Frankreich
453.6
449,1
902,7
Belgien
296,7
342,9
639,6
Italien
285,4
302,9
088,3
Holland
227,5
452,1
679,6