Full text : Weltporto-Reform

Russland  mit  118%)  selbst  England  noch  mit  27%,  Neuseeland ­
  mit  25%,  Japan  und  Rumänien  mit  23%,
Aegypten  mit  22  %,  Portugal  und  Bulgarien  mit  20  %,
Chile  mit  18  °/o,  Frankreich  mit  15  %■  Bie  höchste  absolute ­
  Ueberschusseinnahme  hat  England:  128  Millionen
Franken;  dann  Russland  mit  117  Millionen  Franken,  hiernach ­
  Deutschland  91,3  (ohne  Bayern  und  Württemberg  aber
91,3),  obwohl  sein  verhältnismässig  hoher  Ueborschuss  nur  12%
(bzw.  14  %)  der  Einnahmen  ausmacht.  Frankreich  weist
48  Millionen,  Japan  19,  Spanien  18,  Belgien  17  Millionen
Franken  auf.  Also  überall  hier  ist  ein  Anlass  für  Portoermässigungen
  gegeben.  Die  Türkei  und  Russland  haben  im
Innern  noch  ein  unerhört  hohes  Briefporto.
Bei  folgenden  Ländern  geht  der  Überschuss  über  10  %
der  Einnahmen,  aber  nicht  über  15  %  hinaus:  Deutsche  Reichspost ­
  rund  14%,  Dänemark  13,  Italien  12,  Norwegen  13,
Holland  14,  Schweden  rund  13,  Viktoria  (Australien)  14V2  %.
Unter  10%  haben:  Österreich  3%  %;  Britisch  Indien
5%,  Luxemburg  6 x /a  %  un d  die  Schweiz  gegen  8  %•
Mit  einem  Defizit  arbeiten:  Die  Vereinigten  Staaten
von  Nordamerika  (—  6%  der  Einnahmen,  in  absoluter  Zahl
53  600000  Fr.  Unterbilanz),  Argentinien  (ebenfalls  —6%
oder  20  Millionen  Fr.),  Mexico  (—0,03%),  Peru  (—23%),
Serbien  (—  0,1  %),  Capland  (—  6,9  %),  Westaustralien  und
Queensland  (—  13  und  —  14%),  Algier  (—26  %),  Niederländisch-Indien
  (—  57  %)  und  mit  dem  ungeheuren  Maximum
(-  448%  Defizit)  Französisch  Indo-China.
Wie  man  sieht,  gehören  aber  zu  den  Ländern  mit  Unterbilanz ­
  gerade  auch  solche,  die  einen  geringen  Auslandsverkehr
haben,  die  schon  Postvereinen  mit  billigerem  Porto  angeboren
und,  wie  die  Union,  trotz  ihres  hohen  Defizits,  einer  Weltportoverbilligung ­
  dennoch  geneigt  sind.  Bis  auf  die  Schweiz  haben
auch  die  übrigen  Länder  mit  weniger  als  10  %  Überschuss  schon
Postvereinsbeziehungen,  im  übrigen  aber  einen  geringen  Auslandsverkehr, ­
  so  dass  dessen  Portoverbilligung  nur  mässige
Ausfälle  herbeiführen  würde.  Ein  Zeitpunkt,  wo  alle  Länder
gleichermassen  hohe  Reinerträge  ab  werfen,  ist  natürlich  nicht
zu  erwarten.  Der  jetzige  ist  daher  recht  günstig  zur  Ein ­
            
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