Full text : Weltporto-Reform

206

wendigkeit  einheitlicher  Neuregelung  stärker  empfunden  und
ihre  Durchführung  nur  beschleunigt  würde.

lieber  das  neue  Ziel  des  Welt-Briefportos  sind  wir  uns  klar.
Wie  gelangen  wir  nun  aber  am  besten  dahin?  Nämlich  zum
Welt-Peraiyporto  ?
Wie  wir  oben  sahen  (S.  14  ff.),  gingen  die  vielfach  geäusserten
  Wünsche  von  Handelsvertretungen  dahin,  an  diesem
Endziele  festhaltend  zunächst  mit  Nachbarländern  oder  besonders
wichtigen  Verkehrsländern  neue  Sonderpostvereine  zu  gründen
und  so  allmählich  fortschi’eitend  das  Welt-Pennyporto  nach  und
See-Transitsätzen  von  8  Franken  für  1  kg  (vgl.  S.  84)  unterliegen,
ein  einheitliches  Zuschlagporto  bis  zu  25  Centimes  für  den  einfachen ­
  Portosatz  erhoben  werden.  Ferner  darf  auch  bei  Sendungen,  die
mit  Postverbindungen  von  Nichtvereinsverwaltungen  oder  mit  aussergewohnlicheu
  Verbindungen  innerhalb  des  Vereins  befördert  werden,
die  zu  besonderen  Kosten  Anlass  geben,  ein  diesen  Kosten  entsprechendes
Zuschlagporto  verlangt  rverden.  Auch,für  Postkarten,  Drucksachen
usw.  können  Seeportozuschläge  erhoben  werden.
ln  dem  Organ  des  Weltpostvereins,  der  Zeitschrift  „L’Union
postale“  (Bern,  Jahrg.  ,1908,  Nr.  6,  S.  94—96,  ergänzt  durch  Notizen
in  späteren  Nummern)  wurden  unlängst  nach  dem  neuesten  Stande
diejenigen  Länder  aufgeführt,  die  zurzeit  noch  von  der
Befugnis  zur  Erhebung  von  Seeportozuschlägen  Gebrauch
machen.  Uns  gehen  hier  im  Augenblick  nur  die  Seeportozuschläge  für
Briefe  etwas  an,  die  in  folgenden  Ländern  noch  üblich  sind.  In  Zentralamerika ­
  und  von  den  Antillen  sind  es  die  nachstehenden:  die  Dänischen
Antillen  je  20  g  15  Bit  (—15  Centimes);  San  Domingo  je  15  g  5  Centavos ­
  =  25  Centimes;  Guatemala  25  Centavos  =  25  Centimes;  Republik
Honduras  je  20  g  5.  Centavos  =  12*/2  Centimes;  Nicaragua  je  15  g
1.0  Centavos  =  10  Centimes;  Salvador  je  20  g  5  Centavos  =  25  Centimes.
Für  Beförderung  von  Briefen  über  die  Panamabahn  erhebt  Salvador
3  Centavos  =  15  Centimes  Zuschlag.
In  Südamerika  erheben  Seeportozuschläge  für  Briefe:  Bolivien
10  Centavos  —•  25  Centimes  für  die  ersten  20  g  und  6  Centavos  für  weitere
20  g:  Brasilien  je  15  g  100  Reis  =  12Vä  Centimes;  Ecuador  je  15  g
5  Centavos  —25  Centimes;  Paraguay  je  lüg  25  Centavos  de  Peso  =  l'P/a
Centimes;  Uruguay  je  20  g  5  Centesimos  de  Peso  ==  25  Centimes;
Venezuela  20  g  25  Ceuthuos  de  Bolivar  =  25  Centimes.
Für  Beförderung  über  die  Panamabahn  setzen  Extrazuschläge  an:
Bolivien  je  20  g  2  Centavos  =  5  Centimes;  Peru  je  15  g  2  Centavos  =".
5  Centimes.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.