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5. Auch, für die einzelnen AVeltteile Hesse sich
das Pennyporto gesondert allgemein durchführen. In
Australien herrscht schon ein ermässigtes Porto (2 d); Nord
amerika, als Weltteil für sich betrachtet, hat schon das 2-Cent-
Porto (8,40 Pf.); Asien ist nicht mehr weit davon entfernt, da
China mit Russland (Sibirien), Japan, Korea, Französisch
indochina, Britisch-Indien und den britischen Besitzungen usw.
im Postvereinsverhältnis steht.
Doch auch das Weltteil-Pennyporto ist durch die Tatsachen,
durch die vielfachen kolonialen und Übersee-Postvereine bereits
überholt. Trotzdem könnte dieser Weg natürlich verfolgt
werden. Aber in Europa liegt seine Hauptschwierigkeit, denn
wenn in Europa das Weltteil-Pennyporto gilt, dann spielen die
Portoermässigungen nach den anderen Weltteilen finanziell gar
keine Rolle mehr und kommen als Hindernis nicht in Betracht.
Wenn hiermit die allgemeinen Regeln oder Grundsätze,
nach denen der Weltpostkongress verfahren könnte, einiger-
massen erschöpft sind, so bleibt natürlich für die einzelnen
Länder oder Ländergruppen untereinander noch der Weg' der
Sonderabkommen und Sonderpostvereine übrig.
Auch hier könnte man immerhin gewisse leitende
Grundsätze aufstellen, wenn man nicht ganz regellos vergehen
will, ohne Rücksicht auf baldigste Erreichung des grossen
Endzieles.
6. Man könnte zunächst versuchen, nach und nach einzeln
mit allen Nachbarstaaten in ein Postvereinsverhältnis zu
treten.
7. Oder man könnte zuerst mit den für ein Land wichtigsten
anderen Handels- und Verkehrsländern, ohne Rücksicht
auf Nähe oder Ferne, in eine solche postalische Verbindung ein-
treten, z. B. etwa mit den Ländern, mit denen man Handels
verträge abgeschlossen hat, aber auch mit den politischen
Bundesgenossen.
8. Man könnte stamm- und sprachverwandte oder
gleichsprachige Länder zuerst berücksichtigen, was ja auch
bisher schon vielfach geschehen ist.
9. Man kann sodann verschiedene Gruppen von Ländern,
nämlich solche, die schon einen Postverein bilden, mit