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notwendige Einnalimeansfälle bewiesen, dass sie ihrerseits dem
grossen Ziele längst zustreben.
Sie haben, so wie Luxemburg und das reformbereite
Frankreich, auch die Idee einer Weltbriefmarke, die neuer
dings wenigstens als Embryo in Form der internationalen
Antwortgutscheine verwirklicht worden ist, stets unterstützt
und schon 1863 im Pariser Post-Kongress die Grundsätze für
eine einheitliche Briefgewichts- und Portoregelung des Welt
verkehrs vorzubereiten versucht.
Eine solche einheitliche Regelung tut aber gegenwärtig
wieder besonders not, wenn man an die oben geschilderte Tarif
verwirrung durch die verschiedenen Gewichtseinheiten und die
vielen verschiedenen Portotarife und Zuschläge denkt, zu denen
dann noch die Abweichungen infolge der vielen verschiedenen
Münzsysteme und Währungen hinzukommen.
Ein Postverein Südamerikas, das mit seinen Seeportozuschlägen den
weiten Überseeverkehr immer noch so erschwert, wäre längst angebracht,
nachdem Nordamerika bereits seit vielen Jahren ein einheitliches Post
vereinsgebiet darstellt.
Ägypten und Neuseeland haben sich vor einiger Zeit den andern
Ländern zum Welt-Pennyporto angeboten und sind auch zu einer einseitigen
Portoermässigung bereit. Man sollte diese nicht wieder ablehnen, da dies
ohne Sinn ist, solange man gleichzeitig die Seeportozuschläge und die andern
hohen Portotarife vieler Länder einseitig duldet.
Die Vereinigten Staaten waren ja s. Z. auch einem 2 Cents-Porto
mit Frankreich geneigt Bemerkenswert ist, dass sowohl Norwegen wie
Schweden, die eine starke Auswanderung nach Amerika haben, in ihrem
auswärtigen Verkehr die grösste Zahl der Briefe nach der Union versenden,
mehr als nach irgend einem europäischen Staat. Sie verraten damit auch
ein Bedürfnis nach einem Postverein mit Amerika.
In Afrika ist der Verkehr der einander fremden Länder noch so
klein, dass es finanziell fast gar nicht in Betracht käme, wenn ganz Afrika
einheitlich dem Pennyporto unterworfen würde, zumal nachdem Ägypten,
Südafrika und die britischen Gebiete untereinander, ferner ebenso die
deutschen und die französischen Kolonien, desgleichen in Verbindung mit
Marokko, schon Postvereine bilden. Ein afrikanischer Weltteilpost
verein wäre also eigentlich leicht durchführbar. Je länger man wartet,
je grösser werden durch den wachsenden Verkehr später die Ausfälle.
England oder das ganze grossbritische Kolonialreich, in dem schon
die grössere Hälfte des nach auswärts gerichteten Briefverkehrs (von etwa
205 Millionen 135 Millionen) dem Pennyporto unterliegt, ist wegen seines
gewaltigen Handels zu Abkommen mit Deutschland und Frankreich