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nicht einmal dieses Gewicht oder die Zahl des Feingehalts auf
dem Geldstück an. Bei Geheimmitteln schreibt das Gesetz Angabe
der Mischung vor, beim Ausschank geistiger Getränke fordert man
geeichte Gläser. Gold- und Silberwaren weisen einen Feinheits
stempel auf. Nur bei der wichtigsten Ware, beim Geld, beim
Tauschgold, bleibt alles in Dunkel gehüllt, und der gewöhnliche
Sterbliche muss erst in Konversationslexicis und Fachschriften
nachschlagen, wenn er etwas über Gehalt und Gewicht seines
Geldes erfahren will. Eigentlich ein wunderlicher Zustand!
Die Hauptsachen sind aber doch: Feingehalt und Gewicht,
und beides deutlich angegeben und amtlich verbürgt! Das Gewicht
muss aber ein rundes behaltbares, übliches, dezimales, bequemes,
also metrisches sein, nicht ein Phantasiegewicht oder ein histo
risches. das an alte, frühere Gewichtsmasse und vergangene
Münzsysteme anknüpft und das niemand mehr genau kennt.
In China wird das Silber (auch Gold) heute noch nach
Gewicht ( = Tael) bezahlt. Das ist zweifellos auch anderweit
das Ursprüngliche gewesen. Alte russische Kupfermünzen von
bestimmtem Gewicht hatten die Gestalt dicker grosser Kupfer-
platten, auf denen bloss eine Anzahl amtlicher Reliefstempel
eingedrückt war. In England war das Pfund, in Frank
reich das Livre ein Gewicht; auch die feine Mark in
Norddeutschland war ein Gewicht, und auf den deutschen
Talern stand noch angegeben: 15 Taler machen eine feine Mark.
Nur wusste das Volk nicht mehr, dass eine feine Mark 7a Pfund
reines Edelmetall bedeutete. Aber es war immerhin eine
Gewichtsangabe.
Das jetzige englische Münzsystem geht auch noch auf
Karl den Grossen zurück, der aus einem Pfund Silber (370 g}
20 Solidus-Münzen prägen Hess, und jeder Solidus wurde, wie
der englische Schilling, in 12 Deniers (als englischer Penny
heute noch mit d bezeichnet) eingeteilt. Später verschlechterte
sich diese Münze, wurde dann in Gold ausgeprägt und erlebte
mancherlei Wandlungen. Doch der Name Pfund ist immer
noch geblieben. Aber wie unpraktisch erscheint uns heute die
nicht dezimale Einteilung in 20 Shilling zu 12 d, diese wieder
zu 4 Farthing! Doch entsprach diese Einteilung dem Fuss zu