Full text : Weltporto-Reform

268

an  (1898)  so  gut  wie  alle  Kolonien.  Das  englische  Beispiel  wirkte  ferner,
vorbildlich  auf  andere  Kelche,  z.  B.  auf  Deutschland  (1899).  .
Dass  manche  englische  Kolonien  untereinander  noch  besondere  engere
Postvereine  bilden,  die  nicht  bloss  das  Briefporto  betreffen,  ist  an  anderer
Stelle  erwähnt  (Südafrika,  Australien  usw..  vergi.  S.  258).  Einzelne  haben
auch  untereinander  noch  ein  ermässigtes  Zeitungsporto 9 ).  Von  diesen
Einzelheiten  soll  hier  jedoch  abgesehen  werden.
Zu  erwähnen  wäre  noch,  dass  das  allbritische  Kolonial-Penny-Porto
auch  gilt  im  Verkehr  mit  geschlossenen  Briefbeuteln  zwischen  England
und  englischen  Kriegsschiffen  und  für  Briefe,  die  auf  offener  See
in  einem  britischen  Schiff  nach  England  oder  seinen  Kolonien  (nebst
Aegypten)  aufgegeben  werden.
lieber  den  Postverein  mit  China  vergi.  S.  309.

4.  D  er  niederländische  Kolonialreichs-'Postverein.

(Im  jetzigen  Umfang  seit  dem  1.  Januar  1899.)

Mitglieder:  qkm:
Holland  .  .  .  .  ,  33  079
Holländisch-Westindien  und  Guayana  130  231
Holländisch-Indien  1  520  628
Holländisch-Neuguinea  394  789

Mill.  Elnw. :
5,67
0,13
37,72
0,24

Gesamtgebiet;  2  078  727  43,76
Die  ermässigten  Vereinstaxen  gelten  nur  für  den  direkten  Seepostverkehr ­
  zwischen  Holland  und  den  Kolonien.

Vereinsporto
(billiger  als  das  Weltporto,  doch  teurer  als  das  Inlandsporto  Hollands):
Briefe-.  10  Cents  (17  Pf.)  für  je  20  g  (Antillen  und  Guayana  je  15  g);  Postkarten ­
  (ohne  Ermässigung  des  Weltportos):  5  Cents  (8,5  Pf.);  Drucksachen, ­
  Warenproben,  Geschäftspapiere-.  2  Cents  (3,4  Pf.)  für  je  50  g.

Weltporto:
Briefe-,  20  g  li'/a  Cents  (weitere  20  g  je  7Vs  C.);  Drucksachen  usw.-.  2’/o  Cents
je  50  g.
Inlandsporto:
Einfache  Briefe  (15  g)  5  Cents;  Postkarten-,  2*/ a  Cents;  Drucksachen-,  je  1  Cent
für  25  g  (bis  100  g),  schwerere  noch  billiger.
Die  vorstehenden  Angaben  über  das  Vereinsporto  sind  der  neuesten
Zusammenstellung  (Kecueil  de  renseignements  d’interet  general  etc.)  des
Internationalen  Bureaus  des  Weltpostvereins  zu  Bern  (S.  75)  vom  Juli  1907
entlehnt,  die  allerdings  unvollständig  zu  sein  scheint.
Im  Widerspruch  dazu  steht  aber  die  folgende  Mitteilung  aus  der
amtlichen  Zeitschrift  des  Weltpostvereins,  „L’Union  postale“,  1901,  Nr.  9

9 )  Vom  1.  Mai  1907  ab  gilt  im  Verkehr  zwischen  England  und  Canada  einstweilen ­
  für  4  Jahre  auch  ein  billiges  Zeitungsporto:  1  Penny  für  jedes  Pfund  (453  g),
aber  nur  im  direkten  Seeverkehr  mit  Postschiffen,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.