Full text : Weltporto-Reform

313

Vom  Verfasser  des  Buches  „Weltporto-Beform“  sind  früher  erschienen ­
  :
Die  Memoiren  des  Grafen  Ernst  von  Münnith.
Nach  der  deutschen  Originalhandsohrift  herausgegeben  sowie  mit
einer  Einleitung  und  einer  Biographie  des  Verfassers  versehen  von
Arred  Jürgensobu.
Stuttgart  1896.  Verlag  der  J.  G-.  Cotta’schen  Buchhandlung  Nachfolger.
8°.  242  Seiten.  (Preis  5  Mark).
Das  „Berliner  Tageblatt“  (1896,  5.  Januar)  schreibt  in  seiner  Anzeige
des  Buches:
„Preunden  der  russischen  Kaisergeschichte  aus  dem  vorigen  Jahrhundert ­
  ist  durch  diese  sorgfältige  Veröffentlichung  der  verloren  geglaubten, ­
  nicht  unwichtigen  Memoirenhandschrift  ein  grosser  Dienst
erwiesen  worden.  Aber  auch  die  Premide  der  Kulturgeschichte  überhaupt ­
  werden  an  der  Lektüre  des  treuherzigen  Erzählers  ihre  ungetrübte
Freude  haben.  Der  bedeutsamste  Teil  der  Denkwürdigkeiten  liegt  in
der  genauen  Darstellung  des  Sturzes  des  allmächtigen  Günstlings  der
Kaiserin  Anna,  des  Herzogs  Biron  von  Kurland,  die  sich  wie  ein  Eomankapitel
  liest,  und  in  der  ausführlichen  Schilderung  des  Charakters  der  genannten ­
  russischen  Herrscherin.“
Das  „Hamburger  Fremdenblatt“  schrieb  u.  a.;
„Die  Arbeit  ist  so  zusammengestellt,  dass  sie  allen  wissenschaftlichen
Ansprüchen  genügt;  ein  reiches,  in  Anmerkungen  gesammeltes  Material,
ein  Namen-  und  Sachregister  und  namentlich  auch  die  beigegebenen
Stammtafeln  geben  der  Ausgabe  einen  hohen  Wert.  Eine  über  50  Seiten
lange  bibliographische  Einleitung  in  die  Memoiren  zeigt  uns  den  Herausgeber ­
  als  einen  Forscher,  der  genau  mit  der  russischen  historischen
Literatur  des  18.  Jahrhunderts  vertraut  ist.  Der  Herausgeber,  der
schon  durch  andere  historisch-wissenschaftliche  Arbeiten  sich  einen
Namen  gemacht  hat,  wird  durch  diese  neue  sorgsame  Edition  der
Gelehrtenwelt  aufs  Neue  den  Beweis  seiner  Fähigkeit  als  Historiker
dartun.’'
In  der  russischen  Zeitung  „Rüsskija  Wjedomostji“  (Moskau  1896,  No.  120
vom  2.  Mai)  wird  das  Werk  vom  Historiker  Prof.  Alex.  Brückner,  dem
Verfasser  der  Geschichte  Peters  des  Grossen  und  Katharinas  II.  in  der
Onckensohen  Sammlung,  in  einem  längeren  Aufsatz  ausführlich  besprochen.
Es  heisst  da  u.  a.  bei  Erwähnung  des  bekannten  Feldmarschalls  Münnich
(Vaters  des  Grafen  Ernst  M.):
„Es  gibt  auch  andere  Werke  des  Feldmarschalls,  die  ein  wertvolles
Material  darstellen.  Auf  ihre  Bedeutung  wurde  besonders  eingehend
von  Arved  Jürgensohn,  dem  besten  Kenner  der  Geschichte  Münnichs,
in  verschiedenen  Arbeiten  hingewiesen.  Er  lenkte  aber  atreh  die  Aufmerksamkeit ­
  auf  den  Sohn  des  berühmten  Feldherrn,  der  am  russischen
Hofe  wichtige  Aemter  bekleidete  und  Augenzeuge  der  Staatsumwälzungen ­
  war.'  Nach  längerem  Suchen  entdeckte  Herr  Jürgensohn  endlich
die  deutsche  Originalhandschrift  seiner  Memoiren.  Diese  Entdeckung
entbehrt  nicht  der  Bedeutung.  Man  kann  nicht  leugnen,  dass  es  Herrn
Jürgensohn  mit  der  Herausgabe  dieses  wertvollen  Denkmals  gelungen
ist,  der  russischen  Historiographie  einen  wesentlichen  Dienst  zu  leisten.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.