Einleitung
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sie mit den Erzeugnissen ihres Industrie- und Gewerbefleißes
bezahlen.
Dergestalt ist eine fortschreitende Industrialisierung über
völkerter Gebiete selbstverständlich. Diese aber führt zur Zu-
sammendrängung besitzloser Menschenmassen auf engem Räume,
zum sozialen Elend und damit zur politischen Unzufriedenheit.
So zeigt sich letzten Endes die Übervölkerung auch als die eigent
liche Ursache der sozialen Umsturzbestrebungen.
In einer Zeit wie der heutigen, in der sich ganz Europa
und ein großer Teil der übrigen Welt in einem Zustande sozialer
Gärung befinden, verdient diese Seite der Frage besondere Auf
merksamkeit. —
Die vorliegende Arbeit gibt vor allem einen Überblick Uber
die Bevölkerungsverhältnisse der Erde und speziell Europas. Sie
untersucht, wo Übervölkerung herrscht, wo noch Entwicklungs-
raüm ist. Sie beschäftigt sich weiter mit der zu erwartenden
Volksvermehrung und deren Konsequenzen. Sie versucht schließlich
anzudeuten, wie dem aus der Menschenüberfüllung drohenden
Unheil durch weit vorausblickende internationale Gemeinschafts
arbeit vorgebeugt werden könnte.
Leider muß man bezweifeln, daß unsere heutige Zeit reif
dazu ist, derartige Mensehheitsfragen mit Erfolg in die Hand zu
nehmen.
Wir leben in einer Hochflut des Völkerhasses, die für ver
ständnisvolle Zusammenarbeit trotz mancher Ansätze (Völkerbund)
wenig Aussicht bietet.
Und doch wäre, auch wenn man weiß, daß nicht Vernunft
und Liebe die Welt regieren, sondern die Macht den Ausschlag
gibt, die Organisierung einer vernunftgemäßen Abwehr einer
Feind und Freund gemeinsam drohenden Gefahr gegenüber ein
Gebot der Klugheit.
Eine solche Gefahr ist die Übervölkerung zunächst für
West- und Mitteleuropa, in nicht allzu ferner Zeit aber auch für
andere Landstriche und Weltteile.
Was speziell West- und Mitteleuropa anlangt, liegt klar zu
tage, daß es sich wirtschaftlich nur solange halten kann, als es
ihm gelingt, seine Weltgeltung zu behaupten.
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