Full text : Kaufmanns Herrschgewalt

wenn  ich  Zar  wäre?

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jede  Reduktion  der  Einfuhr  ausgleiclien.  In  wenigen  Jahren  müßte
die  Abnahme  der  Pensionen  —  diese  große  finanzielle  Last  der
Gegenwart  —  die  Regierung  von  der  Notwendigkeit  befreien,
so  viel  Einkommensteuer  wie  jetzt  zu  fordern.  Im  Jahre  1892
wiesen  die  Tarifabgaben  für  die  von  Reichen  gebrauchten  Luxusgegenstände ­
  folgende  Beträge  auf:
Wollzeuge  32293609  Dollar
Seidenstoffe  16965637  „
Baumwollstoffe  16436733
Flachsfabrikate  10066636
Glas  und  Porzellan  ....  10339000  „
Wein,  Liköre  usw  8  935  000  „
Tabak  und  Zigarren  .  .  .  .  11  882  557  „
Wir  haben  also  hier  106  Millionen  Einnahmen  für  sieben
Klassen  von  Luxusgegenständen;  einige  andere,  welche  weitere
Millionen  einbringen,  füge  ich  hier  hinzu:  Juweliersachen,  Schmucksachen, ­
  Equipagen,  künstliche  Blumen,  Bürsten,  Parfümerien,
musikalische  Instrumente,  Papier.  Alles  zusammen  ergibt  114  Millionen ­
  Dollar  bei  einer  Gesamteinfuhr  von  —  alles  in  allem  —
117  Millionen  Dollar.  Die  Reduktion  der  Abgaben  für  nur  von
Reichen  gebrauchte  Luxusgegenstände  auf  zwei  Drittel  der  früher
daraus  gezogenen  Erträgnisse  ist  das  Hauptergebnis  des  Gesetzes
Wilson.
Es  kann  dem  nicht  widersprochen  werden,  daß  keiner  dieser
Artikel  zum  Gebrauch  breiter  Volksmassen  eingeführt  wird.  Mit
Wollen-  und  Seidenfabrikaten  werden  alle  die  Volksmassen  ausschließlich ­
  von  den  einheimischen  Produzenten  versorgt.  Die  einzige ­
  Klasse,  welche  importierte  Kleidungsstoffe,  sowie  importierte
Glaswaren,  Porzellan,  Wein  und  Tabak  benutzen,  bilden  die  Reichen. ­
  Dem  Vorwurfe,  daß  die  von  den  großen  Massen  gebrauchten
Artikel  durch  erhöhte  Steuern  teurer  werden,  sollte  das  Gesetz  dadurch’ ­
  begegnen,  daß  Wolle,  Seide  und  Linnenstoffe  gewöhnlicher
Beschaffenheit  von  den  höheren  Steuersätzen  frei  bleiben.  Im
Grunde  genommen  wird  nur  hochfeine  Ware  importiert;  dennoch
würde  eine  solche  Klausel  jeden  Kritiker  entwaffnen.  Selbst  wenn
der  Abgabesatz  vom  Jahre  1892  auf  Luxusgegenstände  aufrecht
erhalten  worden  wäre,  hätte  das  Defizit  den  Staatsschatz  viel
            
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