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„Tag" vom 2., 5. und 7. September 1911 den Grund
hierfür in den damaligen politischen Schwierigkeiten, die
es nicht erlaubten, den leidenschaftlichen Kampf um die
grundsätzliche Neugestaltung der deutschen Handelspolitik
noch mit der damals weniger dringlichen Frage der
Aufnahme eines feineren Tariffchemas zu behängen.
Diesen schwachen, der Fertigindustrie vielfach ungünstigen
Tarif später — also vor dem Einsetzen der im Anfange
der 90er Jahre geführten Vertragsverhandlungen —
durch Verfeinerung seiner Gliederung und durch ange
messenere Zolltechnische Berücksichtigung wenigstens der
hochwertigen Erzeugnisse zu einer wirksamen Waffe für
die handelspolitischen Unterhändler rechtzeitig umzugestal
ten, ist allerdings verabsäumt worden; inwieweit aus Rück
sicht auf grundsätzliche Auffassungen einer starken, damals
den Freihandel noch immer als Selbstzweck behandelnden
Richtung innerhalb der politischen Parteien, inwieweit in
folge eines gewissen traditionellen Hinüberneigens zum
Freihandel bei einigen Männern der Regierung selbst,
kann hier ununtersucht bleiben.
Daß bei der im Anfange des vergangenen Jahr
zehntes erfolgten Vorbereitung der zur Zeit herrschenden
Tarifära in ebenso umfassender wie subtiler Weise ver
sucht wurde, das Versäumte wieder gut zu machen, ist
wohl unbestreitbar. Indessen haben mancherlei Umstände
dazu beigetragen, diesen Versuch nur in begrenztem
Maß einem glücklichen Ende zuzuführen. Wie Bueck in
den angezogenen Ausführungen, sehe auch ich es — allein