Full text : Zur Geschichte und Theorie des Bergregals und der Bergbaufreiheit

—  igi  —
Am  5.  September  1177 1  stellte  Kaiser  Friedrich  I.  dem  Bistum
zu  Brixen  eine  Regalverleihung  aus.
Die  am  29.  September  1178  angeblich  erfolgte  Verleihung  des
Bergregals  oder  genauer  des  Bergdukale  an  das  Kloster  Leubus 1  2  durch
Herzog  Boleslaus  von  Schlesien  ist  bei  den  schlesischen  Bergordnungen
besprochen  worden.
Im  Jahre  1181 3  übertrug  der  Graf  von  Eppan  dem  Bischof  von
Trient  eine  Goldader  (v.  Sperges  S.  37).  Diese  Grafen  von  Eppan
waren,  wie  schon  früher  glaubhaft  gemacht  ist,  vom  Kaiser  mit  Bergwerken ­
  begnadet.
Die  Verleihung  des  Bergbaurechts  im  Jahre  1182  durch  den  vom
Kaiser  mit  dem  Bergregale  beliehenen  Herzog  Ottokar  VIII.  von
Steiermark  an  das  Kloster  Seckau  ist  schon  angeführt  worden 4  * .
Ara  15.  März  1184  erteilte  Kaiser  Friedrich  I.  das  Bergbaurecht
an  Gurk 6 .  Die  Erteilung  war  Wiederholung  früherer  Verleihungen.
Eine  von  Kaiser  Lothar  von  Saplinburg  ausgestellte  findet  sich  im  Archiv
für  Oesterreichische  Geschichte 6 .
Am  6.  Juli  1184 7  verlieh  der  nämliche  Kaiser  dem  St.  Lambrechts-Kloster
  das  Recht  zum  Bergbaubetriebe.
Im  Jahre  II84 8  stellte  er  Admont  eine  schon  früher  (§  17)  erwähnte
Verleihung  aus  über  die  auf  den  Stiftsgütern  vorkommenden  regalen
Mineralien.
Am  2.  August  1185 9  erklärte  Otto.  Markgraf  von  Meißen,  daß
er  vom  Reiche  die  Einkünfte  aus  allen  Bergwerken  in  seinem
Markgrafentum  zu  Lehen  trüge.
Am  24.  März  1185 10  schloß  Bischof  Albrecht  von  Trient  einen
Bergwerksvertrag  ab:  „salvo  honore  imperii“  nicht  als  Grundbesitzer,
sondern  als  Territorialherr.

1  Hormayr,  Geschichte  der  gefürsteten  Grafschaft  Tyrol  I  84.  Grueter,
Regesten  No.  37.
2  Steinbeck,  Geschichte  des  schlesischen  Bergbaues  S.  36;  oben  S.  81.
3  Nicht  1187,  wie  Grueter,  Regesten  No.  4  annimmt.
4  Pusch  et  Frölich,  Dipl.  Sacrae  Styriae  I  p.  167.
6  Böhmer,  Regesten  No.  144.  Grueter,  Regesten  No.  40.
6  XIII  381.  S.  auch  Waitz  VIII  270.
7  Böhmer,  Regesten  (911  —1313)  No.  2663.  Böhlau  No.  54.  Steinbeck  S.  30.
Grueter,  Regesten  No.  41.
8  Pezii,  Thes.  anecd.  no.  III,  3  p.  676  seq.
9  Klotzsch,  Ursprung  der  Bergwerke  in  Sachsen  S.  306;  s.  auch  oben  §  14.
10  v.  Sperges,  Tyrolische  Bergwerksgeschichte  S.  263  f.;  oben  §  16.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.