Holzpreis.
Das Produkt von Holzmassenertrag und Holzpreis
bildet den wichtigsten Bestandteil des Gel d -Ro h ertrage s der
Forstwirt cha ft. Die Forstwissenschaft hat sich seit langer Zeit sehr
eingehend mit der Gesetzmäßigkeit der laufenden und durchschnittlichen
Massenproduktion der Holzbestände befaßt; dagegen ist die Frage nach
der Preis b il dung des Holzes bisher verhältnismäßig wenig
behandelt worden. In der forstlichen Rentabilitätsrechnung arbeitete man
ausschließlich mit roh ermittelten Durchschnittspreisen, ohne Rücksicht darauf,
daß die in Wirklichkeit erzielten Holzpreisse in außerordentlich weiten
Grenzen um diese Durchschnittspreise schwanken, und daß durch diese
Schwankungen im Einzelfalle die Rentabilität sehr erheblich nach oben
oder unten beeinflußt wird. Solche Schwankungen können in gewissen
Grenzen von einem Tage zum anderen auftreten, nach der augenblicklichen
Stimmung der Käufer, die z. B. durch eine Hausse oder Baisse an der
Wertpapierbörse beeinflußt zu werden pflegt, und nach dem zufälligen
Verhältnis von Angebot und Nachfrage. In weiterem Umfange und mit
größerer Gesetzmäßigkeit treten diese Schwankungen im Verlauf der
industriellen Konjunkturen auf. Und endlich können wir unabhängig von
den Wellen der Konjunkturen im Laufe langer Zeiträume eine fortlaufende
Preisänderung des Holzes feststellen. Wir werden im folgenden zunächst
die Frage zu betrachten haben, wie die Vreisbildung des
Holzes zustand e k o m m t. Alsdann wird zu untersuchen sein,
welchen Gesetz mäß igkeiten die Schwankungen des
Holzpreises unterliegen. Die täglichen, zufälligen Preis-
schwankungen werden hierbei auszuscheiden sein, da in ihnen wohl kaum
eine Gesetzmäßigkeit festzustellen sein dürfte, und da überdies der Verkäufer
von Holz es meist in der Hand hat, bei zufälliger schwächerer Nachfrage
auch das Angebot entsprechend zu verringern oder ganz zurückzuziehen.
Es wird sich also bei unserer Untersuchung einmal um die dur < Kon-
junk tursch wank ungen verursachten Änderungen des