Object: Die englische Gefahr für die weltwirtschaftliche Zukunft des Deutschen Reiches

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Englands Absichten — 
Neubelebung des stark gekürzten Viehbestandes die Einfuhr 
von Mais und sonstigen Futtermitteln benötigen, sei es 
für die Konsumenten, welche zu einer unkriegsgemätzen 
Lebensweise zurückkehren möchten: daß wir uns den Absatz, 
den wir in Friedenszeiten auf dem Weltmärkte hatten, 
erhalten und nach allen Kräften weiter pflegen und 
steigern. 
Können wir dieses Ziel erreichen, ohne denjenigen 
unserer Feinde, welcher den Krieg gegen uns gerade aus 
Gründen des weltwirtschaftlichen Konkurrenzneides er 
öffnet hat und zu dem Zwecke führt, uns von dem Welt 
markt zu vertreiben, können wir dieses Ziel erreichen, 
ohne unseren Feind, England, besiegt 
zu haben? 
Datz unsere Feinde willens sind, den Krieg nach dem 
Kriege in Form eines gemeinsamen wirtschaftlichen Offen 
sivplanes gegen uns weiter zu führen, haben die Beschlüsse 
der Pariser Wirtschaftskonferenz vom 14.—17. Juni 1916 
deutlich gezeigt. Nun wird man freilich gegenüber diesen 
Beschlüssen der Alliierten sagen müssen, datz auch in die 
sem Falle die Speise nicht so heitz gegessen werden wird, 
wie sie gekocht ist. Eine Fortführung des militärischen 
Krieges als Wirtschaftskrieg mit allen jenen völkerrechts 
widrigen und schikanösen Matznahmen, welche ganz beson 
ders England während des Krieges zur Knebelung und 
Vernichtung des deutschen Handels- und Wirtschaftslebens 
ergriffen hat, würde teilweise gar nicht im volkswirtschaft 
lichen Interesse unserer Feinde selbst liegen, ferner zu einem 
großen Teil die Interessen der neutralen Länder und da 
mit wiederum das Selbstintersse unserer Feinde schädigen, 
und endlich bleibt zu bedenken, daß zu einer so umfassenden 
wirtschafts- und handelspolitischen Organisation, wie sie
	        
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