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Erstes Buch. Die Begründer.
Zahlung ihrer Eente in Gold verlangten oder eine Erhöhung der Pacht
summen um das Disagio der Noten forderten.
In seiner Schrift vom Jahre 1809 „(über den hohen Preis des
Hartgeldes“ untersuchte er die Gründe dieser Entwertung und wies
nach, daß die einzige Ursache die Ausgabe einer zu großen Menge
von Banknoten war. Heute kann man meinen, daß hierin keine
große Entdeckung verborgen lag! Er hatte aber die größte Mühe,
seinen Gründen Geltung zu verschaffen, und die absurden Erklärungen,
die man ihm entgegenhielt, zurückzuweisen. Er zeigte, wie diese
Wertverminderung der Banknoten als notwendige Folge den Gold
abfluß nach sich zog, während man im Gegenteil glaubte, daß der
Abfluß des Goldes an dem ganzen Unglück Schuld sei, und versuchte,
die Ausführung des Goldes gesetzlich zu verbieten. „Als Hilfs
mittel würde ich Vorschlägen, daß die Bank nach und nach den Be
trag ihrer Banknoten vermindere, bis zu dem Augenblick, in dem sie
für den übrigbleibenden Teil (nämlich den, der noch im Umlauf be
findlich ist) den Gegenwert in gemünztem Gelde angesammelt hat“
(S. 432).
Warum nun aber nicht diesen Gedanken zu seinem logischen
Ende denken, die Banknoten abschaffen und zum ausschließlichen
Gebrauch von Metallgeld zurückkehren? „Weil,“ antwortet Eicaedo,
dem selbstverständlich die oben zitierte vortreffliche Ausführung
A. Smith’s gegenwärtig war, ‘„das Papiergeld einen solchen Ver
kehrsfortschritt* darstellt, daß ich tief bedauern würde, uns unter
dem Einfluß von Vorurteilen zu einem weniger fortgeschrittenen
System zurückkehren zu sehen“ (S. 586). Wenn es wahr ist, daß
die Einführung der Edelmetalle als Geldform einen so großen Fort
schritt vorstellte, „so lehrt uns die Entwicklung auf Grund der Er
fahrung und Einsicht, daß noch ein weiterer Schritt zu tun ist, und
daß man ihnen (den Edelmetallen) die Aufgabe, die sie in weniger
erleuchteten Zeiten mit so großem Vorteil erfüllt haben, nehmen muß“
(S. 586). Auch weist er darauf hin, daß, wenn das Metallgeld allein
vorhanden wäre, der Fall eintreten könnte, „daß seine Menge sich
nicht im gleichen Verhältnis mit dem Wachstum der Bevölkerung
vermehren und infolgedessen verteuern könne, wodurch ein Preis
sturz herbeigeführt würde. Eine vorsichtige Ausgabe von Papier
geld, die sich nach dem Wachstum des dafür bestehenden Bedürf
nisses regelt, würde dieser Gefahr begegnen.“ Er ist daher so
wenig geneigt, das Papiergeld aufzugeben, um auf das Metallgeld
zurückzugreifen, daß er gerade im Gegenteil das Metallgeld
abschaffen will, um an seine Stelle Papiergeld zu setzen, aller
dings unter der Bedingung, daß es nicht in übergroßer Menge ausge
geben werden darf.