fullscreen : Geld-, Bank- und Börsenwesen

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von  Wechseln  und  Wertpapieren  l„opso-ing.  rüst".Politik)  treffen  auch
heute  noch  Zentralnotenbanken,  um  die  Höhe  des  Zahlungsmittelumlaufs
zu  beeinflussen.
Eine  Versteifung  des  Geldmarktes,  wie  sie  durch  Verkauf  großer  Posten
Schatzscheine  häufig  erfolgte,  wirkte  einer  Goldausfuhr  entgegen.
Ein  relativ  hoher  Zinssatz  lockt  dagegen  das  auswärtige  Kapital  an,  wirkt
also  günstig  auf  das  Angebot  von  Devisen.
Begünstigte  der  Stand  der  Wechselkurse  die  G  o  l  d  a  u  s  f  u  h  r,  so  ergriff ­
  die  Reichsbank  neben  der  Diskonterhöhung  noch  eine  andere  Maßregel: ­
  Sie  verkaufte  einen  Teil  ihres  Devisenbestandes  oder  sandte  ihn
ins  Ausland,  um  sich  dort  Guthaben  zu  schaffen,  die  sie  veräußerte.
Die  frühere  Diskontpolitik  und  die  Wirkung  der  Goldwährung ­
  s  automatik  war  an  zwei  Voraussetzungen  geknüpft,  die  heute  nicht
gegeben  sind:  an  eine  reine  Goldwährung  der  Haupthandelsländer
und  an  eine  Solidarität  der  Geldmärkte  der  Welt,  die  es
ermöglicht,  Zinsspannen  zwischen  den  Ländern  durch  Goldtransporte  und
Kapitalübertragungen  auszunutzen.
Ein  niedriger  Diskontsatz  war  oft  sz.  B.  in  Frankreich)  auf  den
Mangel  wirtschaftlicher  Regsamkeit  zurückzuführen.  Ein  Steigen  des
Leihsatzes  für  Geld  hingegen  braucht  nicht  ein  Zeichen  ungesunder  Kredit-Verhältnisse
  zu  sein.  Dies  zeigt,  wie  falsch  es  wäre,  der  Zentralnotenbank
einen  Höchstzinssatz  vorzuschreiben,  wie  es  öfter  gefordert  wurde  und  auch
heute  noch  gefordert  wird.  De  War  u,  ein  ehemaliger  Direktor  der  Bank
von  Frankreich,  bemerkte  einmal  treffend:  „Der  Diskontsatz  der  Bank  ist
wie  eine  Boje  im  Meer,  die  immer  auf  der  Oberfläche  des  Wassers  bleiben
muß.  Ist  das  Meer  bewegt,  so  steigt  und  fällt  sie  mit  den  Wellen.  Wollte
man  sie  am  Grunde  befestigen,  so  würde  sie  vom  ersten  Sturm  verschlungen
werden."
£)  Kreditkontingentierung.  Bonitätsprüf  nng
In  der  Zeit  der  Diskontpolitik  befriedigte  die  Reichsbank
alle  Kreditansprüche,  soweit  die  eingereichten  Wechsel  den  Anforderungen
des  Bankgesetzes  sowie  allgemein  kaufmännischen  Grundsätzen  entsprachen
und  das  )im  allgemeinen  hoch  bemessene)  Kontingent  der  Diskontkunden,
das  sich  nach  dem  Vermögen,  der  kaufmännischen  Tüchtigkeit,  der  Rentabilität
  der  Unternehmung  usw.  richtete,  bzw.  die  Kontingente  der  anderen
            
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