Full text : Die Kommunalbesteuerung in Italien

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Auf  1  qkm  Land  entfielen  im  Jahre  1912:

StaatsProvinzial ­

 ­



 ­

 ­

 ­





steuer  q

steuer  q

stener  q

insgesamt

L.

L.

L.

L.

in  Norditalien

392,4

314,0

684,6

1391,0

in  Mittelitalien

275,1

202,6

368,1

845,8

in  Süditalien

235,7

197,4

206,5

639,6

auf  den  Inseln

139,1

156,6

160,1

455,8

Wie  aus  den  vorstehenden  Zahlenreihen  hervorgeht,  nimmt  die
Grundsteuerbelastung  pro  Flächeneinheit  von  Norden  nach  Süden  zu
ab.  Dies  gilt  von  der  Staats-  wie  Provinzial-,  in  ganz  besonderem
Maße  aber  von  der  Gemeindegrundsteuer.  Letztere  ist  in  Norditalien
pro  Flächeneinheit  fast  3%  nial  so  hoch  als  in  Süditalien  und  über
4  mal  so  hoch  als  auf  den  Inseln.  Diese  großen  steuerlichen  Unterschiede ­
  lassen  wohl  die  Frage  gerechtfertigt  erscheinen,  ob  die  Ertragsfähigkeit ­
  des  Bodens  in  Norditalien  im  Durchschnitt  auch  so
und  sovielmal  größer  ist  als  im  südlichen  und  insularen  Teil,  falls  die
gesamte  Grundsteuerlast  im  Verhältnis  der  einzelnen  Landesteile  zueinander ­
  gleichmäßig  verteilt  sein  soll.  Doch  wollen  wir  dieses  Problem
hier  nicht  weiter  erörtern.
Weniger  regelmäßig  gestaltet  sind  die  Gebäudesteuer-Prokopfquoten. ­
  Hier  steht  Mittelitalien  an  erster  Stelle.  Daß  die
Kopfbeträge  in  Nord-  und  Mittelitalien  höher  als  in  den  übrigen
Landesteilen  sind,  bedarf  mit  dem  Hinweis  darauf,  daß  in  den  ersteren
die  bedeutendsten  Städte  liegen,  keiner  weiteren  Erklärung.  Dies
gilt  namentlich  im  Verhältnis  der  Provinzhauptorte  zueinander.
Vergleichen  wir  die  gemeindliche  Gebäudesteuerlast  pro  Kopf
mit  der  staatlichen,  so  ergibt  sich,  daß  in  allen  Teilen  des  Königreiches ­
  jene  niedriger  ist  als  diese.  Dies  gilt  für  die  Provinzhauptorte ­
  wie  für  die  anderen  Gemeinden.  Bei  der  Grundsteuerbelastung
l )  Die  Erträge  (Istbeträge)  der  staatlichen  Grundsteuer  i.  J.  1912/13  betrugen
in  Lire:  in  Norditalien:  40  800  817;  in  Mittelitalien:  15  299  419;  in  Süditalien:
18  141  745  und  auf  den  Inseln:  6  934  447.  Die  Grundsteuerzuschläge  der  Provinzen
erbrachten  i.  J.  1912  in  Lire  (nach  den  Ergebnissen  der  Steuerrollen):  in  Norditalien:
32  645  328;  in  Mittelitalien:  11  269  140;  in  Süditalien:  15190  777  und  auf  den
Inseln;  7  804  363.  Die  Gemeinde-Grundsteuerzuschläge  ergaben  im  gleichen  Jahre
(nach  den  Ergebnissen  der  Steuerrollen):  in  Norditalien:  71184  463;  in  Mittelitalien:
20  471  914;  in  Süditalien  :  15  892  899  und  auf  den  Inseln:  7  980  946.  Auf  Norditalien ­
  entfallen  103  978  qkm,  auf  Mittelitalien  55  607  qkm,  auf  Süditalien  76  970  qkm
und  auf  die  Inseln  49  848  qkm.  S.  Annuario  statistico  1905/07  und  1913.
            
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