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Gesamtheit betrachtet, nicht nur die relative Bedeutung der Grund-,
sondern auch der Gebäudesteuerzuschläge zurückgegangen, während
für die Nicht-Provinzhauptorte dies nur, und zwar in scharf aus
geprägter Tendenz, von den Grundsteuerzuschlägen gilt, die Bedeutung
der Gebäudesteuerzuschläge hingegen sogar noch etwas gestiegen ist.
Wie hinsichtlich der Gesamtzuschläge, so ist auch hinsichtlich
ihrer beiden Arten, wenn auch in viel ausgesprochenerem Maße hin
sichtlich der Grund- als der Gebäudesteuerzuschläge, ein Gegensatz
zwischen dem nördlichen und mittleren Landesteil einerseits, dem
südlichen und insularen andererseits zu konstatieren. Was zunächst
die Gebäudesteuerzuschläge anlangt, so ist ihre Bedeutung
für den öffentlichen Haushalt der Gemeinden, die Gesamtheit ins
Auge gefaßt, in Nord- und Mittelitalien etwas zurückgegangen, was
in einem mäßigen Fallen der prozentualen Anteile an den Gesamt
einnahmen wie an dem Gesamtsteueraufkommen zum Ausdruck kommt
(sie sind gefallen: in Norditalien von 13,18 bzw. 15,50 auf 11,84 bzw.
15,02%, in Mittelitalien: von 14,94 bzw. 16,48 auf 12,96 bzw. 15,91 %);
in Süditalien, noch mehr aber auf den Inseln dagegen ist ihre Bedeu
tung gestiegen, was aus der Zunahme der bezüglichen Anteile erhellt
(in Süditalien von 10,19 bzw. 13,28 auf 10,56 bzw. 15,21, auf den
Inseln von 6,38 bzw. 7,65 auf 9,71 bzw. 13,82%). Wenn wir die
Gemeinden in Provinzhauptorte und andere Gemeinden scheiden,
so ist in ersteren die Bedeutung der Gebäudesteuerzuschläge
in Nord- und Mittelitalien am stärksten zurückgegangen (in Nord
italien: von 18,95 bzw. 21,15 auf 13,91 bzw. 17,38%, in Mittelitalien:
von 20,19 bzw. 21,32 auf 15,37 bzw. 18,81 %), während sie in Süd
italien ziemlich gleich geblieben (16,15 bzw. 17,25 gegenüber 15,46
bzw. 18,25 %) und auf den Inseln nicht unmerklich gewachsen ist
(von 5,22 bzw. 5,84 auf 9,11 bzw. 12,75 %). Dagegen hat die Ent
wicklung der Gebäudesteuerzuschläge in den Nicht-Provinzhauptorten
in Nord- und Mittelitalien ziemlich gleichen Schritt mit der der Ge
samteinnahmen wie des Gesamtabgabenertrages gehalten, während die
in Süditalien und noch mehr auf den Inseln jene Gesamtentwicklung
der Gemeindefinanzen überholt hat. Auffallend zurückgegangen ist
die Bedeutung der Grundsteuerzuschläge für die Finanzwirt-
schaft der Gemeinden, namentlich der kleineren (Nicht-Provinzhaupt-
orte) — in denen sie naturgemäß eine viel größere Rolle spielen als
in den größeren, insbesondere Städten — in Norditalien (in den
Nicht-Provinzhauptorten sind die bezüglichen Anteile gefallen von
48,04 bzw. 58,20 auf 35,77 bzw. 45,92%), weniger in Mittelitalien