Full text: Die Kommunalbesteuerung in Italien

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4. Die Provinzialzuschläge. 
Daß die Provinzen zur Deckung ihrer Ausgaben ganz vorwiegend 
auf die Erhebung von Zuschlägen zu der staatlichen Grund- und 
Gebäudesteuer angewiesen sind, ist schon oben näher dargelegt worden. 
Wir verweisen daher hier auf das an anderem Orte Ausgeführte (siehe 
oben S. 18). 
Auch die Einnahmen aus den Provinzialzuschlägen sind, wie die 
aus den Gemeindezuschlägen, fast ununterbrochen und sehr stark ge 
stiegen, nämlich von 48,9 Milk i. J. 1871 auf 75,6 Mül. i. J. 1882, 
86,8 Milk i. J. 1899 und auf 120,8 Milk L. i. J. 1912. Die relativ 
wie absolut stärkste Zunahme weisen auch hier die Erträge der 
Gebäude- im Vergleich zu den Grundsteuerzuschlägen auf (erstere 
von 24,5 Milk i. J. 1882 auf 53,9 Milk i. J. 1912, letztere dagegen 
von 51,1 Milk auf 66,9 Mül. L. gestiegen). Auch die Einnahmen aus 
den Provinzialzuschlägen haben sich von 1907 bis 1912 außerordentlich 
stark vermehrt (von 97,3 auf 120,8 Milk), und zwar die Grund- 
und die Gebäudesteuerzuschläge um fast den gleichen (absoluten) 
Betrag. 
Die durchschnittliche Belastung mit Provinzialzuschlägen betrug 
i. J. 1912 pro Kopf der Bevölkerung im ganzen Königreich 3,47 L. 1 ). 
Und zwar entfielen auf die Grundsteuerzuschläge 1,92 L. und auf die 
Gebäudesteuerzuschläge 1,55 L. In den einzelnen Teilen des König 
reiches gestalteten sich die Prokopfquoten der Zuschläge (i. J. 1912) 
wie folgt: 3,88 L. im nördlichen, 3,92 L. im mittleren, 2,73 L. im 
südlichen und 2,88 L. im insularen Teil 2 ). Also auch hier eine 
stärkere Prokopfbelastung in Nord- und Mittelitalien als im Süden. 
Auch die durchschnittliche Prokopfbelastung mit Provinzial 
zuschlägen ist im Laufe der Zeit gestiegen: von 1882 bis 1912 von 
2,65 auf 3,47 L. 
*) Unter Zugrundelegung der nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 
10. Juni 1911 auf den 1. Januar 1912 berechneten Bevölkerungsziffer von 34 813 975. 
2 ) Die Erträge der Provinzialzuschläge i. J. 1912 (nach den Ergebnissen der 
Steuerrollen) in Milk Lire: in Norditalien: 61,0, in Mittelitalien; 22,8, in Süditalien: 
23,9 und auf den Inseln: 13,1.
	        
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