thumbs : Bilanztechnik und Bilanzkritik

Ertragsbilanz.

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verteilte  sie  150  000  M.  Dividende,  so  daß  mehr  Dividenden
bezahlt  als  verdient  wurden.  Der  Gewinnvortrag  für  das  nächste
Jahr  wurde  geringer  bemessen,  d.  h.  die  Dividende  stammt  zum
Teil  aus  dem  Reingewinn  des  Vorjahres  (150  000  -f-107  858).
Eine  Baumwollspinnerei  erzielte  einen  Überschuß  von
M.  27  060
Und  entnahm  aus  dem  Spezialreservefonds  „  160  000
M.  187  060
Verwendete  von  diesem  Betrag  M.  108  492  zu  Abschreibungen
nnd  M.  64  000  zur  Dividendenzahlung.
Ein  drittes  Beispiel;  Die  Bilanzen  einer  Fabrik  zeigen  die
folgenden  Zahlen:

1910

1911

i  Unterschied

Aktienkapital

100  000

100  000

—

Rabrikationsüberschuß

296183

141  877

154  300  rund

Dividende

12%

8%

-M%

Auszahlung  erforderlich  ..

120  000

80  000

-r-  40  000

Reservefonds  II  (Bilanz)

100  000

25  000

-4-75  000

Tantiemen

37  144

17  792

-4-  19  500  rund

Oewinnvortrag  (Bilanz)

39  038

14  085

-4-  25  000  rund

Der  Fabrikationsüberschuß  ist  um  fast  155  000  M.  zurück-8
 e gangen;  um  trotzdem  eine  Dividendenzahlung  zu  ermöglichen,
Werden  den  Reserven  100  000  M.  entnommen,  d.  h.  die  eigenen
Mittel  verringert,  Rücklagen  der  früheren  Jahre  ausgeschüttet.
In  allen  drei  Fällen  wurden  Gewinnrücklagen  der  früheren
Jahre  zur  Ausschüttung  von  Dividenden  verwendet.  Diese
Beispiele  zeigen,  wie  wichtig  es  ist,  den  Dividendenauszahlungsbetrag ­
  mit  dem  Brutto-  bzw.  Jahresreingewinn,  die  Gewinnvorträge
  und  die  Reserven  der  einzelnen  Bilanzjahre  miteinander ­
  zu  vergleichen.
Der  innere  Zusammenhang  der  Ertragsbilanz  mit  der  Ver-Htögensbilanz
  ergibt  sich  aus  folgendem 1 ):
1.  Die  Richtigkeit  und  die  Ergebnisse  der  Ertragsbilanz
s 'nd  teilweise  abhängig  von  der  Bewertung  der  Vermögensbestände ­
  in  der  Schlußbilanz  (Bd.  I,  S.  100  ff.).
2.  Gewinn  wird  erzielt  durch  Umsatz-  oder  Betriebsverl

 )  Privatwirtschaftslehre,  §§  35—36.
            
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