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(les Miethers. Kosten vornehmen zu lassen. Für die Reinigung der Schornsteine
und Abtrittgruben hat der Miether aufzukommen.
§. 5. Die Handelsgesellschaft bezeichnet einen Beamten, welchem die Auf
sicht über die Reinlichkeit und den baulichen Zustand der Wohnung zusteht.
Derselbe hat jeder Zeit freien Zutritt zu allen Räumen und kann unterlassene
Reparaturen auf Kosten des Miethers anordnen, welche Kosten bei der Auslöh
nung in Abzug gebracht werden. Sämmtliche Bewohner haben diesem Beamten
mit Achtung zu begegnen und sich seinen Anordnungen zu fügen.
§. 6. Als Sicherheit für die §§. 4. und 5. entsprechende Erhaltung der
Wohnung werden dem Miether Jede Woche 50 Pfennige eingehalten, bis dieser
Einhalt 15 Mark beträgt, und wird dieser Betrag erst nach Lösung der Miethe und
vorschriftsmässiger Rückgabe von Wohnung und Garten zurückbezahlt.
§. 7. Kündigung der Arbeit durch den Miether oder Vermiether schliesst
jeder Zeit Kündigung der Wohnung ein.
§. 8. Für den etwa in Aussicht stehenden Ertrag des Gartens kann im
Falle der Kündigung der Wohnung keine Entschädigung verlangt werden und
verzichtet der Miether ausdrücklich auf Geltendmachung einer solchen.
§. 9. Der Miether darf die Wohnung nur für sich und seine engere Familie
benutzen und kann dieselbe ohne Genehmigung der Vermietherin weder ganz
noch theilweise, weder unentgeltlich noch gegen Miethe an Andere überlassen.
§. 10. Die Aufnahme von Aftermiethern, die stets Arbeiter der Vermiethe
rin sein sollen, bedarf für jede aufzunehmende Persönlichkeit die ausdrückliche
Genehmigung der Handelsgesellschaft, welche durch den zur Aufsicht bestellten
Beamten nachgesucht wird und jeder Zeit widerrufen werden kann.
Die Zahl der Arbeiterwohnungen soll mit der Zeit noch vermehrt werden,
daneben soll jedoch, wie später des Näheren besprochen werden wird, das zur
Pension von erwerbsunfähigen Arbeitern stipulirte Capital einen Theil seiner An
lage darin linden, dass aus demselben den Arbeitern zum Bau einer Wohnung,
sei es in Höchst oder ausserhalb, Geld zu massigem Zinsfusse gegeben und hier
durch denselben die Gründung eines eigenen Herdes ermöglicht werde.
im Anschluss an diese Arbeiterwohnungen füge ich D 17. den Plan einer
Beamtenwohnung hei: ein Doppelhaus mit verticaler Theilung, so dass vom Keller
bis zum Speicher nur eine Familie verkehrt. Eine solche Wohnung enthält im
Kellergeschoss ausser den Kellerräumen eine Waschküche, im unteren Stocke 8
Zimmer und eine Küche und im oberen Stock 4 Zimmer.
4) Die Dado-Kinrichtuiigeii.
Einen sehr wesentlichen Punkt in der Fürsorge für die Gesundheit der Ar
beiter bildet deren Hautpflege. Hierzu reichen, besonders auf einer Farb-Fabrik
einfache Waschungen nicht aus, und es wurde deshalb gleich mit der Verlegung
der Fabrik auf ihr jetziges Terrain ein grosses Badehaus mit 1 8 Badezollen er
baut. 1 1 dieser Zellen enthalten je 4 verbleite, zwei je 1 emaillirte gusseiserne
Wanne; in allen können kalte und warme Bäder genoniinon werden. Um den
Arbeitern die Benutzung derselben möglichst leicht zu machen, wurde die sehr
bewälirte Bestimmung getro(Ten, dass die auf das Baden verwendete Zeit
als Arbeitszeit angerechnet wird. Die Badenden dürfen nämlich ',4