Full text : Organisation

I.  Die  Grundurteile  der  Politik.

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darum  im  ganzen  die  beste  Organisation.  Der  Romane
liebt  außerordentlich  wenigstens  den  Schein  der  Willkür ­
  aufrechtzuerhalten  und  auch  wenn  er  sich  notgedrungen ­
  zum  Zwang  entschließt,  gibt  er  ihm  noch  gern
den  Schimmer  der  Freiheit^.  Der  Deutsche  ant  meisten
wagt  es,  der  Notwendigkeit  der  Organisation  furchtlos ­
  ins  Auge  zu  sehen  und  das  Opfer  an  Willkür  bewußt ­
  zu  bringen,  das  die  Aufgabe  erfordert,  die  füralle
  Glieder  gemeinsam  (nicht  gleich)  ist.
Dabei  soll  die  Persönlichkeit  durchaus  nicht  zu  kurz
kommen;  im  Gegenteil:  ihr  Eigenwert  wird  durchaus
anerkannt  und  für  eine  gut  funktionierende  Organisation ­
  ist  sie  ganz  unersetzlich.  Auch  die  Willkür  kommt
daneben  zu  ihrem  Recht;  alles  und  jedes  kann  ja
nicht  organisiert  werden  und  soll  es  auch  nicht.  Nur
wo  beide  Möglichkeiten  in  Gegensatz  treten  »nd  es  zur
Kollision  kommen  könnte,  dann  verlangt  das  Prinzip
der  Organisation  unbedingt  den  Vorrang  vor  dem
Belieben  des  einzelnen;  wann  das  erforderlich  ist,  kann
nicht  allgemein,  sondern  nur  im  einzelnen  entschieden
werden.  Sind  die  wichtigen  Zwecke  .festgelegt  und
durch  Organisation  sichergestellt  (z.  B.  während  des
Krieges  auch  die  Ernährung  u.  dergl.),  so  kann  um  so
ruhiger  das  übrige,  Unwichtige  der  Einzelwillkür  überlassen ­
  bleiben;  im  Grunde  ist  es  ein  Streit  um  das
Zuviel  oder  Zuwenig,  was  dieser  entzogen  wird  und
da  kann  auch  das  Prinzip  neben  dem  der  Organisation ­
  bestehen,  die  Freiheit  des  einzelnen  niemals
unnötig  zu  beschränken.
Das  Problern  hat  auch  eine  ethische  Seite.  Kant
formuliert  neben  seinem  kategorischen  Imperativ  gelegentlich ­
  auch  folgendes  Gesetz:  „daß  jedes  vernünf-
            
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