Full text : Organisation

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III.  Das  Führerproblem.

L-taateS  häufiger  und  stärker  anzuwenden,  als  nötig
wäre.  Die  vernünftigen  Tendenzen  und  guten  Absichten,
besonders  in  der  Verwaltung,  gehen  aber  auch  hier
schon  durchaus  int  Sinne  des  Aristagein  und  nur  die
Verwirklichung  solchen  Ideals  ist  bei  der  unabtrennbaren ­
  Machtfülle  des  Beamten  groß;  und  so  wird  das
Prinzip  mehr  zu  einer  ethischen  Anforderung  an  den
Einzelnen.  Der  Fortschritt  von  früheren  Zeiten,  wo
Beamtentyrannei  und  Willkür  weit  mehr  an  der
Tagesordnung  waren,  als  heute,  bis  auf  die  vielfach
darin  bessere  Neuzeit  vollzog  sich  durchaus  im  Sinne
des  Prinzips,  dem  nur  eine  immer  wachsende  Verbreitung ­
  zu  wünschen  wäre.
Wie  sehr  endlich  sich  die  Einsicht,  daß  eine  Heranbildung ­
  von  Führern  nötig  ist,  sogar  im  Handel  durchringt, ­
  der  bisher  ziemlich  einseitig  auf  Plutokratie  beruhte, ­
  zeigt  ein  neues  Buchest  das  allerdings  vielen  als
Zukunftsmusik  erscheinen  wird.  Hier  mag  es  nur  das
knappe  Bild  ergänzen,  das  die  verschiedenen  Fälle  von
Führererziehung  zusammenfassen  sollte;  das  Handwerk, ­
  besonders  in  seiner  alten  Jnnungsform,  hatte
stets  seine  besondere  Art  von  Aristagie  und  statt  Führer
könnte  man  im  alten  deutschen  Wortsinn  auch  sagen:
„der  Meister",  wie  heute  junge  Künstler  gern  ihre  verehrten ­
  Führer  nennen.  Was  zur  Erziehung  von  Führern
nötig  ist,  läßt  sich  nicht  in  ein  paar  kurze  Regeln  fassen;
das  Wichtigste  ist  hier  einstweilen  noch,  mit  Ausnahme
von  Militär  und  Geistlichkeit,  die  Einsicht,  daß  es  überall ­
  deren  bedarf;  der  Wille  zur  Zurückdrängung  von
Tyrannengelüsteu  und  das  Bestreben,  statt  dessen  eine
richtige  Führergesinnung  bewußt  heranzuzüchten.  Es
scheint  mir  durchaus  möglich,  daß  es  uns  Deutschen
            
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