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besteht jedoch darin, daß die Zeitungen durchweg der fortlaufenden
raschen Nachrichtenvermittelung über die Tagesangelegenheiten
dienen, während die Zeitschriften dies nur in
geringem Maße tun. Den Zeitungen kommt es mehr auf
das Aktuelle an, die Zeitschriften legen das Hauptgewicht
auf eine zusammenfassende, abgeklärte Besprechung. Zeitungen
find inhaltlich vorwiegend allgemeiner Art, Zeitschriften dienen
in der Hauptsache bestimmten Interessentenkreisen; jene veralten
meist schnell, diese behalten eher einen längeren oder
dauernden Wert.
Innerhalb der beiden Hauptgruppen „Zeitungen" und
„Zeitschriften" haben nach und nach, entsprechend der Zunahme
der Blätter, weitgehende Differenzierungen stattgefunden.
Soweit es auf eine Betrachtung der volkswirtschaftlichen Bedeutung
des Zeitungswesens und der Zeitungsgebührentarife
ankommt, erscheint eine Unterscheidung in folgendem Umfange
ausreichend: «) Zeitungen: Tagesblätter, mittlere und kleine
Presse, Generalanzeiger; ß) Zeitschriften: wissenschaftliche
Zeitschriften <d. s. die der Wissenschaft und Kunst gewidmeten
Fachblätter), fachtechnische Blätter, Unterhaltungsblätter.
a) Zeitungen.
a) Tagesblätter. Als typisch für die Zeitungen gilt
im allgemeinen dasjenige Preßerzeugnis, daß der Volksmund
schlechthin mit „Zeitung" bezeichnet, das universale
Tagesblatt. Das Tagesblatt ist wegen seines reichhaltigen,
alle möglichen Gebiete berührenden Inhalts — vom Leitartikel
bis zum Anzeigenteil — von großer Bedeutung und
Tragkraft für die Volkswirtschaft. Ohne diese Zeitungsart wäre
„das Zusammenwachsen der zahllosen Einzelwirtschaften zu
dem einheitlichen Gebilde der Volkswirtschaft, jene allseitige
Funktions- und Arbeitsteilung, die unser Dasein so unendlich
viel sicherer und reicher gemacht hat, undenkbar"?) Die Hauptbedeutung
des Tageblatts beruht auf dem wohlorganisierten
’) Bücher, Ztg. S. 552.