Der Kontenabschluß.
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Verkaufswert) der veräußerten bzw. ausgegangenen Waren, Wert
papiere, Wechsel usf.; der Ausgangswert — als Ganzes — ist
bekannt, zu suchen bleibt der Eingangs-(Einstands-)wert. Diese
Aufgabe läßt sich in der Mehrzahl der Betriebe nur indirekt lösen.
1. Der Wert des durch Inventur festgestellten Schluß
bestandes (E. ) sei 45. Die Summe 400 stellt den Eingangswert
(E) der vorrätigen (E, ) und der ausgegangenen Waren usw. (E )
dar. E b + E n = 400; somit ist E v = 400 — E b = 400 — 45
= 355. (Kontenförmige Darstellung oben.)
2. Der unter 1. angegebene natürliche Weg der Lösung kann
in eine kontenförmige Darstellung nicht übertragen werden. Auf
einem Konto subtrahieren heißt den abzuziehenden Betrag als
Addendus auf die Gegenseite einstellen (S. 38):
Gewinn
50
wie oben 350
4ÖÖ
75
Bestand (Ei,)
430
45
475
I
Der Wert der Eingangsseite .. 400
„ „ Ausgangsseite 475
Mehrwert ’ 5 = Gewinn.
Durch die Einstellung des Bestandswertes (E h ) auf die rechte
Seite wird ein gleich hoher Betrag auf der linken Seite für die
krfolgsberechnung unwirksam gemacht.
Eine 3. Berechnungsmöglichkeit — die von Industrie-Unter
nehmungen angewendet wird — macht die folgende Aufstellung
^sichtlich:
Wert der Ausgänge 430
„ „ Eingänge 4- 350
Mehrwert der Verkäufe 80
Anfangsbestand ... 50
Schlußbestand 45
Bestandsminderung -f- 5
Gewinn -J- 75
Versuchen wir, die Konten der Umsatzerfolge in einfacher
nllgemeiner Darstellung zu erfassen. Wie früher bezeichnen wir
oait E den Wert der Eingangsseite, mit E 0 den Eingangswert der
veräußerten Wertobjekte, den Wert des Vorrates mit E b ; den-
Leitner, Buchhaltung' und Bilanzkunde. I- 6. u. 7. Aufl- 1