Full text : Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

Formen  der  doppelten  Buchführung.

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zur  Ausgestaltung  verschiedener  Formen  der  Anwendung  der
doppelten  B.  geführt,  Formen  (von  anderen  „Methoden“  genannt), ­
  die  sich  durch  die  Anwendungsweise  der  bisher  erörterten
Grundsätze  unterscheiden.  Eine  ganze  Anzahl  solcher  Formen
ist  durch  ihre  Veröffentlichung  bekannt  geworden.  Überdies
haben  die  besonderen  Bedürfnisse  des  geschäftlichen  Betriebes
Abänderungen  dieser  bekannten  Formen  gezeitigt,  die,  vielfach
ganz  vortrefflich  in  ihrer  Anwendung,  der  größeren  Allgemeinheit
unbekannt  bleiben  müssen,  da  sie  als  besondere  Einrichtung
dieses  Betriebes  Geschäftsgeheimnis  sind.
Eine  vortreffliche  Übersicht  über  solche  Formen  bieten
Hügli,  a.  a.  0.,  und  Stern,  Buchhaltungslexikon,  Wien-Leipzig
1904,  S.  387  bis  426.
Neuere  Entwicklung-.  Die  älteren  Formen  der  B.  sind  für
die  Mehrzahl  der  Handelsunternehmungen  —  Vermittlung  und
Verteilung  zwischen  Erzeugung  und  Verbrauch  —  heute  noch
maßgebend.  Hingegen  hat  die  Industrialisierung  des  deutschen
Wirtschaftslebens  auf  die  Fortentwicklung  der  Buchführung  entscheidenden ­
  Einfluß  gehabt.  Die  größeren  Schwierigkeiten  der
Verrechnung  wegen  der  Darstellung  der  komplizierten  inneren
Wirtschaftsvorgänge,  verbunden  mit  der  Massenhaftigkeit  des
zu  verbuchenden  Zahlenmaterials,  die  individuelle  Verschiedenheit ­
  der  Betriebe  auch  hinsichtlich  der  technisch-produktiven
Arbeit,  sie  mußten  die  Ausgestaltung  der  Buchführung  als  Anwendungsweise ­
  der  buchhalterischen  Grundsätze  mit  sich  bringen.
Die  Buchführung  ist  ein  Werkzeug  der  Wirtschaftsführung,
nicht  Tätigkeit,  schildert  nur  Wirkungen,  nicht  Ursachen  und
nicht  die  Motive  der  Handlungen.  Die  formale  Entwicklung  des
ßücherführens  schließt  sich  der  Entwicklung  der  Wirtschaft,  des
Handels  und  der  Handelsgebräuche  an.  Die  Buchführung  ist,
sofern  alle  Handlungen  richtig  aufgezeichnet  werden,  nicht  nur
der  „Spiegel“,  das  „Gewissen“  des  Kaufmanns,  sondern  auch
ein  Spiegel  der  allgemeinen  wirtschaftlichen  Entwicklung.  Das
Zeitalter  des  Hochkapitalismus  brauchte  eine  andere  Buchführung ­
  wie  eine  andere  volkswirtschaftliche  Entwicklungsstufe.
Die  Ausweitung  zum  Großbetrieb  mit  weitgehender  Arbeitsteilung ­
  bringt  eine  Arbeitsteilung  in  der  buchmäßigen  Aufzeichnung ­
  mit  sich  {„Spaltung“  der  Konten  und  der  Kontenbücher,
)
            
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