Full text : Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

Warenhandel  für  eigene  Rechnung.

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Zentrale  ein  Konto  „Filiale  in  “,  welches  das  anfängliche
Kapital  der  Filiale  und  den  Geschäftsverkehr  mit  ihr  verrechnet.
Oder  man  errichtet  ein  „Filialkapital-Konto“  für  das  Reinvermögen ­
  der  Filiale  bei  Beginn  des  Jahres  und  ein  „Kontokorrent-Konto ­
  Filiale“  für  die  laufende  Verrechnung  mit  der
Filiale,  d.  h.  für  die  ihr  im  Laufe  des  Jahres  übergebenen  bzw.
für  zurückerhaltene  Vermögensteile.  Der  Saldo  des  Kapitalund
  des  Kontokorrent-Kontos  bildet  dann  das  Reinvermögen
der  Filiale.  In  den  Büchern  des  Zweiggeschäftes  erscheinen
dann  „Zentrale  Kapital-Konto“,  „Zentrale  Kontokorrent-Konto“
(vgl.  Bankbuchhaltung,  Beispiel:  Inkassobank).
b)  Die  an  sich  selbständige  Filiale  wird  durch  die  Bücher
der  Zentrale  kontrolliert.  Außerhalb  der  Gesamtbuchführung
des  Hauptgeschäftes  wird  für  jedes  Zweiggeschäft  eine  Sonderbuchführung ­
  eingeführt.  Die  Filiale  muß  ihre  B.  (Kasse,  Memorial) ­
  in  Abschrift  behufs  Übertragung  in  die  Kontrollbuchführung
der  Zentrale  einsenden.
c)  Die  Rechnungsführung  der  unselbständigen  Filiale  ist
mit  jener  des  Hauptgeschäftes  organisch  verbunden.  Neben
dem  Kassen-Konto,  dem  Waren-Konto,  Unkosten-Konto  usw.
der  Zentrale  wird  ein  Filialkassen-Konto,  Waren-Konto  Filiale,
Unkosten-Konto  Filiale  usw.  geführt.  Theoretisch  ist  zu  fordern,
daß  die  Einrichtung  der  Buchführung  mit  dem  Zweiggeschäft
die  Berechnung  der  Rentabilität  und  des  Umsatzes  für  die  einzelnen ­
  Verkaufsstellen  ermögliche.  In  der  Vermögensbilanz  *}
der  Zentrale  können  die  Bestände  des  Zweiggeschäftes
a)  getrennt  von  denen  der  Zentrale  2 ),
ß)  oder  vermischt 3 )  und  ohne  Unterscheidung  aufgeführt
werden.  Oder
J )  Vgl.  II.  Band,  Hypothekenbanken.
2 )  Z.  B.  Kassen-Konto:  Hauptgeschäft  M
Filiale  1  ,  ....
Filiale  2  „  ....
3 )  Man  findet  auch  die  Vermengung  durch  Übertragungsbuchungen
Waren-Konto  an  Waren-Konto-Filiale  1  M.
an  Waren-Konto-Filiale  2  M.  ...
Der  Wert  des  Schlußbestandes  geht  dann  in  einer  Ziffer  auf  Schlußbilanz-Konto ­
  über.
            
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