Full text : Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

Kalkulatorische  Buchführung.

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VIII.  Kalkulatorische  Buchführung'.  Die  allgemeinen  Kosten
(Betrieb  und  Vertrieb)  werden  auf  Sonder-Konten  ■verbucht.
Für  die  Zwecke  einer  kalkulatorischen  Buchführung  werden  in
dem  S.  278  angegebenen  Beispiel  die  Kostenanteile  von  den
Sonder-Konten  allmonatlich  auf  Fabrikations-Konto  übertragen.
Die  im  Laufe  des  Monats  durch  die  Kalkulation  der  Einzelfabrikate ­
  (der  „Kommissionsnummern“)  rechnungsmäßig  ermittelten ­
  Kostenanteile  dieser  Fertigfabrikate  werden  in  entsprechend ­
  eingerichteten  Kalkulationsbüchern  oder  Sammellisten
summiert  und  diese  Summe  als  „verrechnete“  Kosten  auf  Warenfabrikations-Konto ­
  übertragen.  Die  Sonder-Konten  werden
demnach  belastet  für  die  Ausgaben,  erkannt  für  „verrechnete“
Kostenanteile 1 ).  Die  Saldi  geben  am  Jahresschluß  die  noch
nicht  verrechneten  Kosten  bzw.  die  Kalkulationsdifferenzen
an  2 ).  (In  anderen  Fällen  dienen  die  Sonder-Konten  nur  statistischen ­
  Zwecken,  d.  h.  der  summarischen  Darstellung  der  Einzelausgaben. ­
  Die  Saldi  solcher  Konten  werden  dann  monatlich
durch  Übertragung  auf  Fabrikations-Konto  kompensiert  ohne
Unterscheidung,  ob  die  Kosten  auf  Einzelaufträge  [Kommissionsoder ­
  Werkstattnummern]  verrechnet  sind  oder  nicht  [S.  273,
280  IV].  Oder  man  bucht  die  Saldi  beim  Bücherabschluß  auf
f^owinn-  und  Verlust-Konto  ab.  (Vgl.  S.  264  f-,  270.)
IXa.  Als  Studienmaterial  sei  schließlich  das  vollständige
Kontierungsschema  3 )  eines  Hüttenbetriebes  wiedergegeben,  d.  h.
«ines  technisch  und  infolgedessen  auch  rechnerisch  komplizierten
Fabrikationsbetriebes  mit  zahlreichen  Haupt-  und  Hilfsbetrieben
sowie  einer  zerlegenden  Kostenverbuchung.

! j  ln  den  Beispielen  II  und  V  wurden  die  Gesamtkosten  übertragen.
Die  dort  angeführte  Unkostenverbuchung  ist  unabhängig  von  der  Kalkulation ­
  der  Einzelfabrikate.
2 )  Doch  kann  man  die  Obortragungsbuchungen  so  handhaben,  daß
aur  die  Kostenanteile  der  verkauften  Waren  von  den  Hilfs-Konten  auf
l'abrikations-Konto  erscheinen;  dann  zeigt  dieses  Konto  den  bisher  erzielten ­
  Gewinn.
3 )  Lilienihal,  S.  22  f.,  bringt  ein  solches  für  eine  großbetriebliche
Werkzeugmaschinenfabrik.
            
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