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Effektenhandel.
Wer z. B. Spekulationspapiere zum Anschaffungskurs von
210,5 % erwirbt und sie einen Monat später zu 220,5 % Ver-
kaufskurs (stets unter Berücksichtigung der Nebenkosten)
wieder veräußert, hat nur scheinbar 10 % am Kurs gewonnen;
in dem Kursgewinn ist eine Zinsvergütung auf die Anschaffungs
kosten für 30 Tage eingeschlossen.
Um diese Verhältnisse richtig darzustellen, kann man eine
Spaltung des Zinsengewinnes, im Beispiel von 45,33, eintreten
lassen, indem man 41,53 dem Effekten-Konto (nach Verfahren
d) zugunsten des Zinsen-Kontos belastet; erst den Restgewinn
(3,80) bleibt als Gewinn an Stückzinsen auf Effekten-Konto.
Ähnlich ist der Gewinnanteil, die Dividende der Aktien zu
behandeln, wie ein der österreichischen Praxis entnommenes
Beispiel zeigen soll (unten):
Diese Berechnung will den Effektenkursgewinn möglichst
genau ermitteln; die Zinsenberechnung (bis zum Inkassotag der
Dividende, von da ab bis zum Abschlußtag auf Bilanzwert minus
Eingang Robinson-Minen.
Ausgang
l./I. Bilanz-Konto'.
100 Stk. = frcs.
- 20 000,-— zu 95,—. Kr. 19 000,—
31./12. 4 % Zinsen auf
19 000,— vom l./l.
bis 1./6. (Zinsen-
Konto) 360,—
4 % Zinsen auf Kr.
19 000 -J- 476 =
18 524,— vom 2./6.
bis 31 ./12. (Zinsen-
Konto) 420,—
Umrechnungs-Kurs
differenz auf frcs.
20000 zu95,30/95,—
(Kursdiflerenzen-
Konto) .... ,, 60,—
Kr. 19 840,—
Gewinn- und Verlust-
Konto: Effektcn-
Kursgewinn: 1 602,—
Kr. 21 442,—
1./6. Inkasso der Divi
dende frcs. 500 = Kr. 476,—
(Kontokorrent- Kto.)
31./12. Schlußbilanz-
Konto: 100 Stck. zu
220 frcs. zu 95,30 . ,, 20 966,—