Das Konto.
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Konto [Rechnung für einen Warenlieferanten] L.
Links: Wertsendungen an L., eige
ne Abzahlungen des Verbuchenden auf
die Forderungen des L., Gegen
leistungen des Unternehmers. {Ver
gütungen wegen schlechter Ware und
Preisnachlässe als Minderungsposten).
Rechts: Wert seiner Lieferungen,
Schulden des Verbuchenden, Leistun
gen des Lieferanten, seine Forde
rungen.
Bank- Kontokorrent.
Soll Haben
Links: Guthaben des Verbuchen- Rechts: Verfügungen des Üntor-
den, seine Forderungen. nehmers, Guthaben der Bank, ihre
Forderungen.
Auf anderen Konten bedeutet Soll (Debet); Eingang, Über
nahme, Zunahme eines Vermögenswertes, Verlust, Aufwand oder
Ausgabe, Verteilung, Abnahme einer Verbindlichkeit. Haben
kann bedeuten: Ausgang, Abgabe, Abnahme eines Vermögens-
Wertes, Gewinn, Produktion, Einnahme, Verteilung. Wir ersetzen
späterhin die konventionellen Zeichen durch eine Umschreibung des
Inhaltes der betreffenden Konten.
Zweck der Personen-Konten *) ist, das Rechnungs-, d. h.
Schuld- oder Gläubigerverhältnis zwischen dem Unternehmer
und seinen Geschäftsfreunden für jeden beliebigen Augenblick
ersichtlich zu machen. Dazu ist die kontenförmige Darstellung
die geeignetste, wegen der Leistungen und Gegenleistungen der
Beteiligten auch die natürliche Form der Aufzeichnung. Neben
den rechtlichen können auch die wirtschaftlichen Verhältnisse
durch Erweiterung des Inhaltes der Aufzeichnungen zum Aus
druck kommen. (Siehe S. 40.)
Aus solchen Darstellungen können entnommen werden:
die Bedeutung des Kunden für den Umsatz (Sollsumme aller
Lieferungen); die Zeit der Bedarfsdeckung (Datum der Ein
tragung); Größe und Dauer des gewährten Kredits, des ge
währten Zahlungsziels (Verfalltag); Größe und Häufigkeit der
Anstände, angeblich wegen schlechter Ware (Vergütung auf der
rechten Seite); einseitige Kreditverlängerung (Zielüberschrei-
*) Neben dem Kassenkonto sind sie die geschichtlich ältesten Konten
die mit dem Aufkommen der Kreditwirtschaft geführt werden mußten