Full text : Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

44

Das  Konto.

tung)  durch  verspätete  Deckung,  durch  Einsendung  langfristiger
Wechsel;  die  Art  der  Zahlung  usw.
Nicht  ersichtlich  ist  die  Bedeutung  des  Kunden  für  den  Ertrag ­
  der  Unternehmung,  welche  Waren  er  bezogen  hat,  ob  die
bestrentierenden  oder  Waren  einer  niedrigeren  Verdienstgruppe,
ob  er  gute  Preise  bezahlt  usf.  (doch  vgl.  S.  40).
Die  fortlaufende  ununterbrochene  kontenförmige  Darstellung
von  Geschäftsfällen  mit  dem  Endziel,  das  Ergebnis  dieser  Veränderungen ­
  für  einen  bestimmten  Zeitpunkt  ersichtlich  zu
machen,  ist  nicht  auf  die  Verrechnung  mit  Kunden  beschränkt.
Sie  kann  sich  auf  einige  Vermögensteile,  auf  jede  Schuldgattung,
auf  die  einzelnen  Erfolgsqueilen  erstrecken.  Wer  die  Veränderungen ­
  im  Geldwert  der  Waren,  der  Wertpapiere  usf.  fortlaufend
aufzeichnen  will,  „errichtet“,  „eröffnet“  eine  Rechnung  (Konto)
für  eingehende  und  ausgehende  Waren,  Wertpapiere  usf.,  kaufmännisch-technisch ­
  ausgedrückt  ein  Warenkonto,  Wertpapierkonto, ­
  schreibt  auf  die  eine  Seite  des  Kontos  den  Wert  der
eingehenden,  auf  die  andere  den  Wert  der  ausgehenden  Waren
usw.
Die  Veränderungen  des  Kapitals  durch  Zinsen,  Provisionen,
Betriebs-  und  Handlungsunkosten  usw.  können  fortlaufend  auf
einem  Zinsenkonto,  Provisionskonto  usf.  aufgezeichnet  werden,
die  Kapitalgewinne  auf  der  einen,  die  Kapitalverluste  auf  der
anderen  Seite.
Der  Inhalt  der  kontenförmigen  Darstellung  der  Geschäftsfälle ­
  kann  größere  Ausführlichkeit  zeigen  oder  beschränkt  sich
auf  eine  summarische  Wiedergabe  der  Geldwertbewegungen  und
verweist  die  Einzelheiten  dieser  Wertveränderungen  in  eine  andere ­
  Aufzeichnung.  Z.  B.:  Das  Wechselkonto  als  summarische
Darstellung  der  Wechsel-Ein-  und  Ausgänge  wird  ergänzt  durch
die  detaillierten  Aufzeichnungen  in  einem  Wechselbuch  (Wechsel-Skontro).

Man  sagt,  ein  Konto  wird  für  empfangene  Werte  und  Leistungen ­
  belastet,  ein  anderes  für  gegebene  Werte  und  Leistungen
kreditiert.  In  dieser  Sprechweise  kommt  die  Personifikation  der
Konten  zum  Ausdruck  (personalistische  Theorie  als  Erklärungsversuch ­
  der  doppelten  B.).  In  diesem  Sinne  empfängt  das  Konto
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.