fullscreen: Leben und Lehre des Buddha

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I. Einleitung. 
Jahrhundert wurde er von den Muhammedanern zerstört und er 
lag verödet, bis im vorigen Jahrhundert ein Hindu von ihm Be 
sitz ergriff. 1874 begann der König von Birma ihn wiederherzu 
stellen, da noch immer fromme Buddhisten, namentlich aus Birma, 
zu ihm wallfahrteten. Nach dem Tode des Königs führte die eng 
lische Regierung den Wiederaufbau fort, und die Uahabodhi 
Society gewann auf dem Wege des Prozesses das Recht, Pro 
zessionen nach dem Tempel zu veranstalten. Sie errichtete dort 
ein Haus für Pilger, verlegte ihr Hauptquartier nach Kalkutta, gab 
eine monatlich erscheinende Zeitschrift in englischer Sprache heraus 
und gründete Zweiggesellschaften im nördlichen und südlichen Indien, 
in Birma und Chicago. Auch in England hat sie Vertreter. 
Unabhängig von ihr hat sich 1903 eine zweite Gesellschaft in 
Rangoon in Birma gebildet, die sich Buddhasüsana Samä- 
gama, „Gesellschaft der Lehre des Buddha" oder „International 
Buddhist Society“ nennt. Sie will die Lehre Buddhas all 
gemeiner bekannt machen und das Studium des Pali fördern, der 
Sprache, in der der Kanon der südlichen Buddhisten geschrieben 
ist. An ihrer Spitze steht ein zum Buddhismus übergetretener 
Schotte; sie hat Mitglieder und Vertreter auch in England, Deutsch 
land und Amerika und gibt eine Zeitschrift „Buddhism“ heraus, 
die reich illustriert ist. Die Gesellschaft beabsichtigt, in Rangoon 
eine buddhistische Bibliothek und eine Missionarschule zu gründen, 
aus der nach zehn Jahren Missionare nach allen Teilen der Welt 
geschickt werden sollen. 
In Ceylon, dem Hauptsitze des südlichen Buddhismus, sind 
mit Hilfe von amerikanischem Gelde Schulen für Knaben und 
Mädchen und Seminare für buddhistische Geistliche errichtet wor 
den. Ausgezeichnete, einheimische Gelehrte verfolgen die Fort 
schritte der Wissenschaft mit Aufmerksamkeit und gehen den euro 
päischen Gelehrten bereitwillig fördernd an die Hand. Eine englisch 
geschriebene Zeitschrift „The Buddhist“ sucht auf weitere Kreise 
auch außerhalb Ceylons zu wirken, eine singhalesisch geschriebene 
auf die einheimische Bevölkerung. 
In Siam ist bei Gelegenheit des Regierungsjubiläums des 
jetzigen Königs aus dessen Veranlassung 1893—94 eine Ausgabe 
der heiligen Schriften der südlichen Buddhisten in 39 Bänden 
erschienen, der eine Ausgabe der Kommentare folgen soll. 
Sehr lebhaft ist ferner die Tätigkeit, die die Buddhisten in 
Japan entfalten. Dort ist eine Bewegung im Gange, an Stelle
	        
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