Full text : Geld-, Bank- und Börsenwesen

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schwert  wird  ein  Vergleich  dadurch,  daß  die  fremden  Gelder  unter  verschiedenen ­
  Namen  (Depositen,  Kreditoren,  Spareinlagen,  fremde  Gelder)
in  den  Bilanzen  erschienen.  Wesentlich  ist  nicht  der  Name,  sondern  die  Herkunft ­
  der  Gelder.  Diese  können  z.  B.  auch  aus  der  Kreditgewährung  der
Bank  selbst  herrühren,  z.  B.  wenn  die  Bank  einem  ihrer  Kunden  für
20  000  RM  Wechsel  diskontiert  und  ihm  den  Gegenwert  gutschreibt.  Verfügt ­
  der  Kunde  über  diesen  Betrag  nicht,  so  hat  die  Bank  die  Wechsel  auf
Grund  eines  Buchkredits  gekauft,  den  sie  selbst  geschaffen  hat.  Ein  Guttz
  a  b  e  n  des  Kunden  ist  entstanden.

Deutsche  Banken:

Fremde  Gelder  in  Millionen  RM

Ende
Juni  1930

Ende
Juni  1931

Ende
Dez.  1936

Ende  1913

Deutsche  Bank
Disconto-Gesellschaft

|  4  777

3  600

|  2  652

1580
674

Dresdner  Bank

2  393

1815

|  1963

958

Darmstädter  u.  Nationalbank.  .  .

2  495

1  715

849

Commerz-  u.  Privat-Bank....

|  1569

1280

|  1112

316

Mitteldeutsche  Creditbank  ....

131

Berliner  Handels-Gesellschaft  .  .

441

370

207

297

11675

8  780

5  934

4  805

Die  fremden  Gelder  der  englischen  Banken  setzen  sich  zusammen  aus:
Kontokorrentgeldern  (current  aeeounts)  und  Depositengeldern  (deposit
accounts).  Kontokorrentgelder  sind  in  der  Hauptsache  die  Betriebsreserven
der  Geschäftswelt,  Depositengelder  dagegen  Kapitalien,  für  die  augenblickliche ­
  Verwendung  nicht  besteht  (Spargelder).  Über  Kontokorrentguthaben
kann  mittels  Scheck  verfügt  werden,  n  i  ch  t  dagegen  auch  über  Depositenguthaben. ­
  Für  diese  verlangen  die  englischen  Banken  in  der  Regel  eine
Kündigungsfrist  von  mindestens  7  Tagen.
Nach  B  a  g  e  h  o  t  betrug  die  Summe  der  bekannten  Depositen  Ende  1872
in  London  2,4,  in  Deutschland  0,16  Milliarden  M.  Ende  1936  wiesen  die  5  englischen ­
  Großbanken  2016,1  sdie  11  englischen  Clearingbanken  2237)  Millionen  £,
die  4  deutschen  Großbanken  (einschließlich  der  Reichs-Kredit-Gesellschast)
6341  Millionen  RM  fremde  Gelder  auf.
Nach  dem  KWG.  vom  S.  Dezember  1934  (s.  S.  156  ff.)  hat  das  Aufsichtsamt
das  Verhältnis  festzulegen,  um  das  die  Gesamtverpflichtungen  aus  Kreditoren
und  Akzepten  abzüglich  der  liguiden  Mittel  das  haftende  Eigenkapital  (d.  i.  das
eingezahlte  Kapital  zuzüglich  der  ausgewiesenen  Reserven)  übersteigen  darf,
            
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