Full text: Geld-, Bank- und Börsenwesen

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rungen wird geltend gemacht, daß es auf diese Weise möglich sei, eine 
Forderung gleichzeitig bei mehreren Banken zu beleihen, weiter, daß die 
Leichtigkeit der Mobilisierung von Buchforderungen zu ungesunden Kredit 
verhältnissen führe, daß anderen Gläubigern die besten Sicherheiten ent 
zogen würden usw. Einen größeren Umfang hat dieser Verkehr niemals er 
reicht und wird ihn auch nicht annehmen. Wirtschaftlich nützlicher ist, daß 
der Verkäufer auf den Käufer zieht und diesen Wechsel dann diskontiert, 
um sich die nötigen Betriebsmittel zu schaffen. 
3. Der Devlsenhanbel x ) 
a) Das Devisengeschäft vor der Devisen 
bewirtschaftung 
Zahlungen im internationalen Zahlungsverkehr erfolgen in der Haupt 
sache bargeldlos. Das Bargeld in ausländischer Währung nennen 
wir Sorten senglisch: foreign currency), die unbaren Zahlungs 
mittel (Schecks, Überweisungen, Wechsel, Akkreditive) Devisen (englisch: 
foreign exchange). Devisen (Forderungen in ausländischer Währung 
auf das Ausland) sind hauptsächlich aus dem Warenhandclsverkehr, aus 
Dienstleistungen, Versicherungen, Frachten und dem Kapitalverkehr ent 
standen. Benötigt werden sie zur Bezahlung der aus dem Auslande ein 
geführten Waren, der ausländischen Dienstleistungen usw. Devisen sind 
hiernach die Folge und das Mittel des internationalen Waren- und Kredit 
austausches. 
Wollte A in London und B in Paris bei 6 in Berlin, von dem beide 
Waren bezogen hatten, die Schuld begleichen, so sandte A Sovereigns oder 
englische Banknoten und B Napoleons oder französische Banknoten. 
Später bediente man sich einer einfacheren Form des Zahlungsverkehrs: 
die auswärtigen Firmen sandten ihrem Gläubiger in Berlin einen Scheck, 
eine Anweisung oder einen Wechsel auf Berlin. Die Berliner Firma beglich 
*) Schrifttum: E. Pape, Art. Devisenrechnung, in Obst, Buch des 
Kaufmanns. Stuttgart 1928. Otto Swoboda, Die Arbitrage. 17. Auf!., 
bearbeitet von Eduard Wagon. Berlin 1928. I. Vogel, Das Dcvisentermin- 
geschäft. Berlin 1924. E. W a l b, Art. Internationaler Zahlungsverkehr, in 
Rothschilds Taschenbuch für Kaufleute. Leipzig 1931. — Über das Geldwesen 
der südamcrikanischen Staaten unterrichten gut die Geschäftsberichte der Deut 
schen überseeischen Bank.
	        
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