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Kleinbetriebe auch die Bevorschussung von Lohn-, Handwerker- und Lieferantenforderungen
barablösungsberechtigter Gläubiger übertragen wurde.
7. Dank für deutsche Industrie-Obligationen
Die Bank für deutsche Jndustrieobligationen wurde auf Grund des
Jndustriebelastungsgesetzes vom 30. August 1924 durch 16 Jndustrieunternehmungen
und 18 Banken gegründet. Sie nahm die von den industriellen
Unternehmungen in Höhe von 5 Milliarden RM ausgestellten öligen
Obligationen in Empfang und brachte dagegen Jndustriebonds zur
Ausgabe. Die zunächst nur für Reparationszwecke bestimmte Industrieumlage
wird nach dem Gesetz über die Weitererhebung der Aufbringungsumlage
vom 17. Juni 1936 weiter erhoben. Vom 1. April 1931 bis zum
31. März 1937 sind an Aufbringungsleistungen der deutschen Industrie
und des Gewerbes, die in ihrer Gesamtheit Träger des bei der Bank gebundenen
Vermögens sind und seine Verwendung verantwortlich mitbestimmen
und überwachen, insgesamt 510 Millionen RM zusammengeflossen.
Diese in ihrer Zweckbestimmung und ihren Ausmaßen einzig
dastehende Leistung der gewerblichen Wirtschaft hat es der Bank ermöglicht,
anderen Kreisen der deutschen Wirtschaft weitgehende und von nachhaltigen
Wirkungen begleitete Kredithilfe zu bringen.
Die Bank gibt Kredite an gewerbliche Betriebe zur Förderung der Ertragsfähigkeit
der deutschen Wirtschaft, insbesondere langfristige Kredite
an mittlere und kleinere Betriebe in Industrie, Handel und Handwerk für
Investitionen und zur Verstärkung der Betriebsmittel. Sie kann diese
Kredite in erhöhtem Maße zur Verfügung stellen, nachdem die Gewährung
von landwirtschaftlichen Entschuldungskrediten sOst-Hilfe)
Ende März 1937 ihren Abschluß gefunden hat.
Die Bank für deutsche Industrie-Obligationen, die mit einem Kapital
von 100 und Reserven von 484 Millionen RM arbeitet, besitzt Vertretungen
an 11 Plätzen des Reiches. Die Bearbeitung von Kleinkrediten ist in
die Hand örtlicher Banken gelegt, mit denen die Bank hinsichtlich Refinanzierung
der Einzelkrcdite Vereinbarungen getroffen hat.