Full text: Geld-, Bank- und Börsenwesen

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ergibt sich der Nachteil, daß er keinerlei Unterlagen für die Bonitätsprüfung 
besitzt. Er zeichnet im Vertrauen, daß ihm seine Bank keine schlechten 
Papiere anbieten wird. 
3. Handel «per Erscheinen" 
Für die zur öffentlichen Zeichnung aufgelegten Wertpapiere darf nach 
§ 42 des Börsengesetzes vor beendeter Zuteilung an die 
Zeichner eine amtliche Feststellung des Preises nicht er 
folgen. Hierdurch soll verhütet werden, daß Emissionshäuser die Effekten, 
die bei ihnen zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt sind, an der Börse „per 
Erscheinen" höher als zum Emissionskurse verkaufen und den Zeichnern 
nichts oder nur sehr geringe Beträge zuteilen. Weiter soll auch ver 
mieden werden, daß unreelle Zeichner die Stücke, auf die sie glauben 
rechnen zu dürfen, verkaufen und dadurch den Kurs drücken. 
Vor beendeter Zuteilung an die Zeichner sind Geschäfte in diesen 
Werten von der Benutzung der Börseneinrichtungen ausgeschlossen. Kurse 
dürfen hierfür, ebenso wie für die nicht zugelassenen Werte, von den 
Kursmaklern (siehe S. 462 ff.) nicht festgestellt werden. Auch ist es ver 
boten, hierüber einen Kurs im Kurszettel zu veröffentlichen oder in me 
chanisch hergestellter Vervielfältigung zu verbreiten. Gestattet ist jedoch 
der Handel derartiger Werte ohne Benutzung der amtlichen Börsenein 
richtungen, ohne Notiz, i m f r e i e n Verkehr sin der Kulisse). 
V. Arten der an der Börse gehandelten Wertpapiere st 
Übersicht 
Effekten und Wertpapiere sind nach allgemeinem Sprachgebrauch gleich 
bedeutende Begriffe. Wenn man aber, mit Sattler, als Charakteri 
stikum der Effekten ihre Vertretbarkeit betrachtet, so kann man Wechsel 
st Schrifttum: E. Kilgus, Kapitalanlage-Gesellschaften. Berlin 1929. 
Paul Q u i t t n e r, Investment. Moderne Prinzipien der Vermögensanlage. 
Berlin 1930. Ern st Schuren, Bank und Publikum. Hamburg 1931. Hans 
Sei schab, Investment Trusts. Stuttgart 1931. H. Sommerfeld, Der 
Unternehmer als Verwalter von Volksvermögen. Hamburg 1934. Karl 
T h e i s i n g e r, Effekten als Kapitalbeschaffungsmittel der Unternehmung. 
Stuttgart 1928. Ern st Wolfgang, Die Kursbildung am Rentenmarkt. 
Stuttgart 1931. Georg Obst, Dev Verkehr mit der Bank. Stuttgart 1935.
	        
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