Full text : Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Diese  Art  der  Notierung  im  Terminverkehr  —  und  das  gleiche  gilt  für  den
variablen  Verkehr  —  gibt  oft  Anlaß  zu  Rückfragen  seitens  der  Auftraggeber.
Die  Notiz  160—160,76—159—160,26  bedeutet,  um  es  nochmals  zu  sagen,  daß
nach  dem  ersten  Kurs  von  160  sich  Nachfrage  zeigte,  die  den  Kurs  bis  160,75
hob,  dann  Angebot  hervortrat,  unter  dessen  Druck  der  Kurs  auf  159  zurückging,
und  daß  im  weiteren  Verlauf  der  Börse  neuerliche  Nachfrage  ein  Anziehen  des
Kurses  bis  auf  160,25  %  bewirkte.
Hatte  nun  die  Bank  für  das  betr.  Papier  z.  B.  ein  Verkaufslimit  von
160,25,  so  mußte  sie  das  Limit  ausführen,  sobald  dieser  Kurs  zu  erreichen  war.
Hätte  sie  es  nicht  getan,  weil  sie  einen  höheren  Kurs  abwarten  wollte,  würde
dann  aber  der  Kurs  zurückgegangen  sein,  so  daß  das  Limit  nicht  ausgeführt
werden  konnte,  so  würde  der  Kunde  mit  Recht  auf  Ausführung  zum  Limit  bestehen. ­
  Die  Bank  muß  sich  unbedingt  ans  Limit  halten.
Die  „Bestens-Aufträge",  d.  h.  die  Aufträge,  die  lauten  „bestens
kaufen"  oder  „bestens  verkaufen",  müssen  sofort,  die  limitierten  Aufträge
nach  Erreichung  des  Limits  ausgeführt  werden.
Die  meisten  Zeitgeschäfte  werden  mit  nicht  vereideten  Maklern
abgeschlossen.  Diese  Makler  schreien,  wie  die  Kursmakler,  mehr  oder
weniger  laut  die  Kurse,  zu  denen  sie  kaufen  oder  verkaufen  wollen,  im
Markte  aus,  jedoch  nicht  den  ganzen  Kurs,  sondern  nur  die  letzte  Zahl
und  den  Bruchteil,  z.  B.  „Handels  9%  Geld".  Der  Makler  will  damit
sagen:  Ich  kaufe  Anteile  der  Berliner  Handels-Gesellschaft  zum  Kurse
von  99,25%.  Will  er  zu  diesem  Kurse  verkaufen,  so  ruft  er:  „Handels
9%  Brief".
»9 1 lx  aussuchen"  heißt:  Der  Makler  ist  zu  dem  angegebenen  Kurse  sowohl
Käufer  wie  Verkäufer.  Er  erklärt  sich,  wenn  ihm  die  gewöhnliche  Courtage
bewilligt  wird,  zu  beiden  Geschäften  bereit.
Ein  elektrisches  Kursanzeigesystem  besteht  für  Terminpapiere ­
  und  einen  Teil  der  variabel  gehandelten  Effekten.  In  einer  Höhe
von  5  m  sind  seitlich  in  den  Börsensälen  große  Tafeln  angebracht,  auf
denen,  von  den  Maklern  bedient,  in  Leuchtschrift  die  Namen  dep  Effekten
und  für  jede  Gattung  Anfangs-  und  Schlußkurs  sowie  ein  etwaiger
Zwischenkurs  erscheinen.  Auch  die  Tendenzzeichen  (+  +  +;  )
werden  auf  diese  Weise  bekanntgegeben.  Jeder  Börsenbesucher  hat  auf
diese  Weise  die  Möglichkeit,  von  seinem  Platz  aus  die  Kursentwicklung
der  Papiere  des  Großverkehrs  zu  verfolgen.
            
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