Premier cours, plus haut cours, plus bas cours und dernier cours. Da
neben Werden noch private Kurszettel herausgebracht, die die Kurse
des parquet und der Coulisse enthalten. Weiter gibt es noch Kurs
zettel, die Kurse der Papiere des ganz freien Marktes enthalten,
die nirgends zu einer Notiz zugelassen sind. Auch einige Zeitungen
bringen sgegen Bezahlung!) diese Kurse neben den Kursen der wirklichen
Kulisse, so daß beim Publikum der Eindruck erweckt wird, es handle sich
um offiziell zugelassene Werte.
Eine Nachmittagsbörse (14.45 bis 15.30 Uhr) wird für Arbitrage-
werte abgehalten.
Die Anleihen werden teils in Prozenten, teils in Fr. pro Stück,
und zwar einschließlich Stückzinsen, notiert, die A k t i e n in Fr. pro Stück.
Eine besondere Stellung unter den festverzinslichen Wertpapieren
nehmen die Renten des französischen Staates ein. Bemerkenswert ist, daß
die Stücke nicht auf ein bestimmtes Nennkapital lauten, sondern auf den
Zinsbetrag, die Rente, die sie abwerfen.
Termingeschäfte können nur für die bestimmten Liquidations
termine und über bestimmte Schlußeinheiten abgeschlossen werden.
3. Die Londoner Börse')
1566 wurde durch Thomas Gresham die „Royal Exchange", die bald
eine beträchtliche Bedeutung erlangte, gegründet. Später trat eine
Trennung der Börse nach Geschäftszweigen ein, und die Royal Exchange
diente nur noch dem Handel in Wechseln. 1801 wurde an der Stelle,
wo es noch heute steht, ein besonderes Gebäude für den Wertpapierverkehr
errichtet, die „Stock Exchange“. Sie ist eine private Vereinigung, eine
Aktiengesellschaft, die große Bewegungsfreiheit besitzt und der Aufsicht der
Regierung nicht unterstellt ist.
Die Bedingungen zur Aufnahme als Mitglied der Stock Exchange
sind streng: Ein Ausländer muß wenigstens 7 Jahre in Großbritannien
wohnen und seit 2 Jahren naturalisiert sein. Wer die Mitgliedschaft nach
sucht, muß wenigstens 4 Jahre als clerk an der Börse tätig gewesen sein
Schrifttum: F. W. A r m st r o n g, The Book of the Stock Exchange.
London 1934. Felix Ulrich, Die Londoner Stock-Exchange, ihre Geschichte
und ihre Einrichtung. Berlin 1902. ThomasSkinner, The Stock-Exchange
Tear Book. London 1910.
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