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in die Volkswirtschaft einsetzt, muß ihnen unbedingt zugebilligt
werden; und dieses zu erreichen ist eine Ehrenpflicht für alle,
die an dem Aufbau des deutschen Volkes nach dem Zu
sammenbruch mitarbeiten wollen. Denn ehe dieser Ausgleich nicht
erreicht ist, wird es keinen Wirtschaftsfrieden geben, und wenn man
ihn nur in Lohnerhöhungen und nicht im Wirtschaftssystem durch
führen will, wird man keine Gewähr dagegen schaffen, daß nicht
in einzelnen Zeitabschnitten sich die Wirtschaftskämpfe stets und
ständig wiederholen. Es ist nicht zu verantworten, daß man die
Erreichung dieses Ausgleiches im Wege des Wirtschaftskampfes ge
währen läßt, und so muß man der Regierung den Vorwurf machen,
daß sie, so sozialistisch sie sich gebärdet, so unsozial handelt. Die
Verständigung kann nicht Einzelunternehmungen, auch nicht
Industrie- und Arbeitergruppen überlassen werden, sie muß von
einer sozialen Regierung und einem sozialen Parlament
gesetzgeberisch erfolgen, damit sie für die ganze Wirtschaft
Gemeingültigkeit hat. Im Kampfe geht immer viel mehr verloren,
als durch Verständigung gewonnen werden kann. Schafft den
Wirtschaftsfrieden, schafft ihn durch Gleichstellung der Arbeit mit
dem Kapital und erschließt auf diese Weise eine neue Energie
quelle in der Wirtschaft, der die Betätigungsmöglichkeit bisher
eingeengt oder versagt war. Eine größere Energieentfaltung der
Regierung ist da am Platze, wo es sich darum handelt, das Pro
blem der wirtschaftlichen Freiheit für den arbeitenden Menschen
zu lösen. Das muß der Hauptpunkt des Programms der Regierung
sein, die ihre Pflicht zum Aufbau des deutschen Volkes erfüllen
will. In das Reparationsprogramm gehört an erster Stelle
die Produktionserhöhung der deutschen Wirtschaft
hinein, die Produktionserhöhung auf Grund der Gleich
berechtigung von Kapital und Arbeit und der Aner
kennung des freien Wertes der Arbeit.
Namentlich das muß an dem Regierungsprogramm bemängelt
werden, daß es trotz äußerster Anspannung der Steuern den Etats-
ausgleich der Notenpresse überläßt. Wenn der Etat nicht
durch Einnahmen voll balanciert wird, dann haben die riesigen
Steuererhebungen gar keinen Zweck, dann wird der endgültige Zu
sammenbruch nur verschoben, um desto katastrophaler hereinzu
brechen. Die Predigt der Regierung von Einschränkungen sollte
sie in erster Linie befolgen. Die Ausgaben des ordentlichen Etats
von 1920 sind in den Etat von 1921 einfach summarisch über
nommen. Hier wäre gründliche Nachprüfung am Platze gewesen,