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II, 2. Die Arbeitslosigkeit
hieraus erhellt zugleich, daß der periodische Wechsel der Konjunkturen
seinen Zitz in einem ganz bestimmten Teile der Volkswirtschaft
hat. Der eigentliche Krisenherd des Wirtschaftslebens sind die
Produktionszweige, in denen das stehende Kapital der Volkswirtschaft
hergestellt wird, also die Eisen- und die übrige Metallindustrie,
der Schiffsbau, der Eisenbahnbau, das Baugewerbe usw. Wenn
wir von allgemeinen Konjunkturschwankungen und allgemeinen Industriekrisen
sprechen, so ist das im Grunde somit auch nicht ganz
richtig. Nur insofern ist es richtig, als die vorhin bezeichneten Produktionsmittelgewerbe
einen so großen Teil der Gesamtindustrie darstellen,
daß, wenn es ihnen gut oder schlecht geht, notwendig die
ganze Industrie das mitfühlen muß und dadurch in ihrer Lage beeinflußt
wird. Immerhin bleibt aber bestehen, daß die periodischen
Konjunkturschwankungen in erster Linie eine Angelegenheit der Produktionsmittelgewerbe
sind, hier zuerst und am schärfsten auftreten,
und sich erst von hier aus über die übrige Volkswirtschaft ausbreiten.
Nus dem periodischen Konjunkturwechsel und seinen Rückwirkungen
entspringt nun auch das zeitweise verstärkte Auftreten von Arbeitslosigkeit
in der modernen Volkswirtschaft. Um von den Schwankungen
der Arbeitslosigkeit, die aus dieser Esuelle fließen, eine Vorstellung
zu geben, lassen wir hier die Vurchschnittsziffer der Arbeitslosen
bei der Gesamtheit der britischen Gewerkvereine für die Periode
1871 bis 1910 folgen. Zum vergleich haben wir noch die Arbeitslosenziffern
bei der Metallindustrie, dem Schiffs- und Maschinenbau
daneben gestellt. Die viel stärkeren Schwankungen, welche die zweite
Reihe erkennen läßt, bilden zugleich eine Bestätigung des vorhin Ausgeführten,
daß der Konjunkturwechsel seinen eigentlichen Sitz in den
Produktionsmittelgewerben tjat. 25 )
25) Die Jahre, in denen die Arbeitslosenzifser am Ende einer Kufschwungszeit
ihren niedrigsten Stand erreicht, sind fett gedruckt, die Jahre des Maximums
dagegen sind kursiv gesetzt.