Full text : Fortschritt und Armut

Kap.  I.

Über  die  Wirkung  auf  die  Güterproduktion.

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nehmen,  die  zu  übernehmen  die  steigende  Verwicklung  des  Lebens
für  die  Gesellschaft  wünschenswert  macht,  vor  denen  aber  bei  dem  Anblick ­
  der  unter  dem  gegenwärtigen  System  herrschenden  politischen
Demoralisation  denkende  Männer  zurückschrecken.
Betrachten  wir  die  Wirkung  auf  die  Güterproduktion.
Die  Besteuerung  zu  beseitigen,  welche  mit  ihren  Aktionen  und  Reaktionen ­
  jetzt  jedes  Rad  des  Austausches  hemmt  und  auf  jede  Form  des
Gewerbfleißes  drückt,  würde  ähnlich  wirken,  wie  die  Entfernung  eines
ungeheuren  Gewichtes  von  einer  mächtigen  Springfeder.  Mit  frischer
Tatkraft  erfüllt,  würde  die  Produktion  zu  neuem  Leben  erstehen,  und  die
Geschäfte  würden  einen  Antrieb  erfahren,  der  bis  in  die  fernsten  Adern
fühlbar  wäre.  Die  jetzige  Besteuerungsmethode  wirkt  auf  den  Pandel
wie  künstliche  Wüsten  und  Gebirge;  es  kostet  mehr,  Waren  durch  ein  Zollhaus ­
  zu  bringen,  als  sie  um  die  Erde  zu  transportieren.  Sie  wirkt  auf
die  Tatkraft,  Betriebsamkeit,  Geschicklichkeit  und  Wirtschaftlichkeit  wie
eine  Geldbuße  auf  diese  Eigenschaften.  Wenn  ich  härter  gearbeitet
und  mir  selber  ein  gutes  paus  gebaut  habe,  während  du  dich  begnügtest,
in  einer  pütte  zu  wohnen,  so  kommt  alljährlich  der  Steuereinnehmer,
um  mich  eine  Strafe  für  meine  Tatkraft  und  meinen  Fleiß  zahlen  zu
lassen,  indem  er  mich  höher  als  dich  besteuert.  Wenn  ich  gespart  habe,
während  du  verschwendetest,  so  werde  ich  mit  einer  Geldbuße  belegt,
während  du  frei  ausgehst.  Baut  jemand  ein  Schiff,  so  lassen  wir  ihn
für  seine  Kühnheit  zahlen,  als  ob  er  dem  Staate  ein  Unrecht  zugefügt
hätte;  wird  eine  Eisenbahn  eröffnet,  gleich  kommt  der  Steuereinnehmer,
als  wäre  es  ein  öffentlicher  Unfug;  wird  eine  Fabrik  errichtet,  so  erheben
wir  von  ihr  eine  jährliche  Summe,  die  schon  weit  reichen  würde,  um  einen
hübschen  Profit  auszumachen,  wir  sagen,  wir  brauchen  Kapital,  aber
wenn  jemand  welches  anhäuft  oder  zu  uns  bringt,  so  belasten  wir  ihn
dafür,  als  ob  wir  ihm  ein  Privilegium  gäben.  Den  Mann,  der  dürre
Felder  mit  reifendem  Korn  bedeckt,  strafen  wir  mit  einer  Steuer;  wer
Maschinen  aufstellt  oder  einen  Sumpf  austrocknet,  wird  mit  einer  Buße
belegt,  wie  schwer  diese  Steuern  die  Produktion  belasten,  werden  nur
diejenigen  inne,  welche  unser  Besteuerungssystem  in  allen  seinen  Verzweigungen ­
  verfolgt  haben,  denn,  wie  ich  früher  sagte,  der  schwerste
Teil  der  Besteuerung  ist  der,  welcher  in  erhöhten  Preisen  zur  Geltung
kommt.  Offenbar  sind  diese  Steuern  nach  ihrer  Natur  der  Steuer  des
ägyptischen  Paschas  auf  Dattelbäume  verwandt,  wenn  sie  nicht  das
Fällen  der  Bäume  bewirken,  so  halten  sie  wenigstens  vom  pflanzen  ab.
Diese  Steuern  abzuschaffen,  würde  heißen,  das  ganze  enorme
Gewicht  der  Besteuerung  von  den  produktiven  Gewerben  zu  entfernen.
Die  Nadel  der  Näherin  und  die  große  Fabrik,  das  Karrenpferd  und  die
Lokomotive,  das  Fischerboot  und  das  Dampfschiff,  des  Landmanns
Pflug  und  des  Kaufmanns  Lager  würden  gleichermaßen  unbefteuert
fein.  Alle  würden  frei  arbeiten  oder  sparen,  kaufen  oder  verkaufen  können,
ungestraft  durch  Steuern,  unbehelligt  durch  den  Steuererheber.  Anstatt
            
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