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gebiet, sind ausgebaut die chemische Industrie, die Rüstungsindustrie, die
großen Verkehrsunternehmungen zu Wasser und zu Lande.
In ihrer Kreditpolitik haben die Banken ein Instrument in der Hand,
mit dem sie, richtig angewendet, entscheidend in den Produktionsprozeß
eingreifen können. Große Verantwortung lastet auf jedem Bankleiter,
Verantwortung gegenüber seiner Bank, gegenüber den Einlegern, gegen
über der Allgemeinheit. Stets muß er sich bewußt sein, daß er d i e n e n -
des Glied der Wirtschaft ist, der Wirtschaft, die dem Volksgan-
z c n dient.
Im Mittelpunkt jeder Unternehmung steht der schassende Mensch. Glieder
der Betriebsgemeinschaft sind.der Unternehmer als Führer des
Betriebes und die Angestellten und Arbeiter als Gefolgschaft. Sie arbeiten
gemeinsam zur Förderung der Betriebszwecke und zum gemeinsamen Nutzen
von Volk und Staat (Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit vom 20. Ja
nuar 1934). Der Fürsorgepflicht des Betriebsführers für den schaffenden
Menschen im Betrieb steht gegenüber die Treuepflicht des Gefolgschafts-
Mitgliedes.
In der Deutschen Arbeitsfront sind die Angehörigen der ehe-
nmligen Gewerkschaften, der ehemaligen Angestelltenverbände und ehe
maligen Unternehmervereinigungen als gleichberechtigte Mitglieder zu
sammengeschlossen. Die Reichsbetriebsgemeinschaften in der Deutschen
Arbeitsfront umfassen alle artgleichen Betriebe eines Wirtschaftszweiges.
Für die Betriebe der deutschen Bank- und Versicherungswirtschaft ist die
Reichsbetriebsgeineinschaft Banken und Versicherun
gen zuständig. G e b i e t l i ch gliedert sie sich in 31 Gaue und rund 850
Kreise, an deren Spitze die Gau- bzw. Kreisbetriebsgemeinschastswalter
stehen. Fachlich teilt sie sich in die Gruppen Banken und Versiche
rungen.
Die praktische Durchführung der B e r u f s s ch u l u n g aller im Kredit
gewerbe Tätigen gehört zum Aufgabenkreise der Betriebsgemeinschaft
Banken und Versicherungen. In Gemeinschaftsarbeit mit der Reichs-
gruppeBanken wird sie nach einem einheitlichen Plan in allen Teilen
des Reichs durchgeführt. Daneben bestehen noch andere, gleichen Zwecken
dienende Einrichümgen, insbesondere (seit 1916) die „Fachhochschul-
k u r s e für Wirtschaft und Verwaltung" an der Universität
Breslau, in deren Rahmen in jedem Halbjahr eine oder mehrere Vortrags-