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Erjtmalig entdedt wurde hier Gold im IYahre 1745, und zwar in der
Nähe der Stadt Iekaterinburg, die fyjtematijde Wusbeute begann
jedoch) erft im Jahre 1754, Einen ANufjdwung nahm die Goldgewinnung
erjt in der zweiten Hälfte des 19. Yahrhunderts. Der uralijdhe Golde
jand bebedt eine Fläde von gegen 40000 agkm, und die Gejamtausbeute
betrug im Yahre 1912 3irfa 10000 kg. Bemerkenswert ift, dak der
hier vorherr]dhende Goldwäldereibetrieb no) immer ein mit überaus
primitiven Mitteln arbeitender Kleinbetrieb ijt, wodurd die Durch:
waldung des goldhaltigen Sandes nur mangelhaft vorgenommen wird,
und daher viel Gold verloren geht.
In der Platinagewinnung nimmt der Ural den er]ten Plaßg in
der ganzen Welt ein. Das Platina wird hier beinahe immer zufammen
mit Gold gefunden. Die Größe der Ausbeute wechfelt jehr ftark., Im
Sahre 1898 wurden gegen 6000 kg gewonnen, aber in der Folge ijt
die Ausbeute ftarf zurüdgegangen. Silber ijt im Ural wohl vor-
handen, aber in [o geringen Mengen, daß eine Wusbeute nicht Iohnend
sr/heint.
Kupfer fommt.vorzugsweije gediegen vor. Im Jahre 1898 wurden
zirfa 2 Millionen Zentner gewonnen, aber aud) hier hat die Wusbeute
abgenommen. Ferner wird im Ural noch) gefunden: Chromerz (1898
250000 Zentner), Manganerz (80000 Zentner), Silberbleierz (2000
Zentner) und Ajbejt (45000 Zentner). Nidel und Blei Iommen in
[o geringen Mengen vor, dakz eine AWusbeute fidh nicht Iohnt. Die
Steiniohlenlager befinden [ih vorzugsweije in den weltliHen Teilen
bes Gebirges, und ihre Bedeutung für die uralijdhe Induftrie ijt in
Anbetracht der [hHon eingetretenen Er[/Höpfung der Wälder eine auker-
ordentlid) groze. Leider jind fie aber zu wenig ergiebig, um die Be-
bürfnijje des Gebiets voll befriedigen zu Iönnen. Reihe Salzlager
finden fiGg im Gouvernement Orenburg.
Reid ift der Ural ebenfalls an Edellteinen und Halbedeljteinen.
Es werden hier, vorzugsweije im Ylmengebirge bei Mijajk und auch
in der Gegend von Slatouft bei Murjin/k gefunden: Smaragde, Topale,
Beruylle, Porphyre, Bergiriftall, Wmethyjt, Yalpis u.a. Aug der Mala-
Hit Iommt Häufig vor. Diele Gruben waren bisher alle BPrivateigentum
des Zaren.
In den Bergwerklen war vor AWusbruh des Krieges über eine
Biertelmillion Arbeiter be[häftigt. Nidht unbedeutend war auch, be-
jonders im mittleren Ural, die Indultrie, die, in Anlehnung an die
Produktion der Bergwerke, die Metallurgie bevorzugt. Hervorragend
war unter anderem das aatlidhe Eilenwerf Slatoult im Gouverne-
ment Ufa.
Die‘ dem Uralgebirge im Welten vorgelagerte Chene (ber Sftlihe
Teil der Gouvernements Archanagellt und Woloada und die Gouverne-