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(Jena, Kommissionsverlag von G. Fischer, 1924, S. 17 ff.), über den
sozialpsychologischen Wert der Serienfabrikation: „Die dooo Ver⸗
richtungen bedeuten ebensoviel Probleme, den Arbeitern zur Lösung
anvertraut! Zwar ist die Aufgabe oft ein einziger Handgriff, unsäglich
klein“. Aber „die Mannigfaltigkeit ist für den dauernden Beobachter
immer noch unendlich groß“, „der Varianten gibt es zahllose, die Mög⸗
lichkeit also einer Verbesserung ... bleibt unerschöpflich“. „Und dieser
Spielraum rettet dem Arbeiter die Persönlichkeit als Arbeiter! Er ist
nicht entpersönlicht durch die Festnagelung auf starren Lösungen wie
bei der Taylorei... Er kann, was er will, nicht muß er wollen, was er
kann“. In der Bandarbeit werde, wenn er von seinem Posten am
Ufer (des Produktionsstromes) aus stromab⸗ und ⸗aufwaͤrts blickt,
lebendige Anschauung davon gewinnen, „wie er in sinnvoller Be⸗
schränkung mitschafft an einem gewaltigen Gesamtwerk“. Die Idee
Willy Hellpachs von der Erneuerung der Arbeitsfreudigkeit auf dem
Boden der Gruppenfabrikation sei von der Fordarbeitsorganisation
bereits „in großzügiger Tat vorweggenommen“.
Auch die Außerungen namhafter Wirtschaftspraktiker lauten opti⸗
mistisch. So spricht Ford in dem Kapitel seines Buches „Mein Leben
und mein Werk“, das von dem „Terror der Maschine“ handelt, zwar
von den „zweifellos überaus eintönigen Handgriffen“ — „so eintönig,
daß man es kaum für möglich halten sollte, daß ein Arbeiter sie auf die
Dauer verrichten möchte“, ohne jedoch negative Schlußfolgerungen
hieraus zu ziehen. Für ihn sind die Wissenschaftler und Literaten, die
sich mit der Frage der seelischen Wirkungen der Monotonie befassen,
„Salon⸗Experten“, die sich von der körper⸗ und seelenschädigenden
Wirkung der repetitiven Arbeit ein Bild zurecht gemacht haͤtten, das
ihrer eigenen Empfindsamkeit entspräche. Er selbst habe die Erfah⸗
rung gemacht, daß für die meisten Menschen das Denkenmüssen eine
Strafe sei. So gesehen aber sei es für die Mehrzahl eine Notwendig⸗
keit, einen gewissen Turnus in der Arbeit einzuführen und die Arbeit
repetitiv zu gestalten, da sie sonst nicht genügend schaffen würden,
B. Betrachtungen