Full text: Oekonomik der Transformationsperiode

Aus der ganzen vorhergehenden Analyse geht hervor, daß 
eine Eindämmung des Sturzes der Produktivkräfte nicht früher 
eintreten kann, bis eine neue gesellschaftliche Struktur, ein neues 
soziales Gleichgewicht in der Produktion eingetreten ist. Dies 
ist die allernotwendigste Bedingung zur Wiederaufnahme des Re 
produktionsprozesses. Erst nach dem Umbau des menschlichen 
Arbeitsapparates, dem Umbau, der die Hindernisse zur Entfaltung 
der Produktivkräfte beseitigt und die „Hülle“ sprengt, die sich 
aus „Entwicklungsformen" in „Fesseln der Entwicklung“ ver 
wandelt hat, — erst danach wird die letzte Phase der Revolution 
möglich: die technische Umwälzung, die Umwälzung nicht in den 
Beziehungen der Menschen, sondern in den Beziehungen zwischen 
der menschlichen Gemeinschaft und der äußeren Natur. 
Hier wird man zuerst eine Periode der „ursprünglichen 
percentage — from the destruction of man-power to the physical limitation of 
coal mines or their equipment. It is due in the largest degree to the human 
factor of the limitation of the effort, 
The continuation of the hlocade . . . has undoubtely destroyed enter- 
prise even in open countries" . . , etc. Alle diese Ursachen erzeugen ein 
„politisches, moralisches und ökonomisches Chaos“, 
In einer Arbeit über die Nachkriegslage der Weltwirtschaft schreibt 
Roedder (Oberingenieur a. D. 0. C. Roedder: „Nacht und Morgen der Welt 
wirtschaft". Industrieverlag Vogler & Seidler, Chemnitz): „Vom deutschen 
Arbeiter allein hängt jetzt alles ab. Es klingt bald wie ein Hohn, von der 
Wiederaufnahme des Exports zu reden, wenn drinnen der Arbeiter feiert" 
(S. 49). Analoge Aussagen hören wir von dem amerikanischen Finanzmann 
Vanderlip. Vergl. auch den Bericht von A. Selenko; „Memorandum zur 
Frage der Kreditierung der russischen Kooperation in Nordamerika“. 
Natürlich sehen all diese Herren bloß die „Faulheit der Arbeiterklasse“, 
ohne die Sabotage der Unternehmer zu bemerken. Sie glauben in ihrer 
Einfalt, daß der Klassenkampf, der im Schoße des Produktionsprozesses ge 
führt wird, ein einseitiger Akt ist, daß er bloß von den Arbeitern geführt 
wird, während die Kapitalisten auf dem „allgemein menschlichen" Thron 
sitzen und streng die „Interessen der Produktion" „an sich", „der reinen 
Produktion" wahren. In Wirklichkeit aber trägt die reine Produktionsver 
nunft alle Züge der unreinen praktischen Vernunft, die mit dem Beutel 
klimpert und der platonischen „Idee" sehr wenig ähnlich sieht.
	        
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